In den Osterferien jährte sich der Todestag der Eheleute Dunke zum 30. Mal. Wie in jedem Jahr ist es den Kindern und Lehrern der Südschule Neureut ein großes Anliegen gewesen, das Grab der Eheleute zu besuchen, um sich an deren großes Vermächtnis an unsere Schule zu erinnern. Frau Sommer brachte bereits in den Ferien eine schöne Pflanzschale auf den Friedhof, um unsere Verbundenheit mit Edmund und Karin Dunke zu zeigen. Als die Schule wieder begann, suchte auch ich gemeinsam mit einer Gruppe von Kindern das Grab der beiden auf. Den meisten war bereits bekannt, was wir der Stiftung Edmund und Karin Dunke zu verdanken haben. Aus dieser Stiftung erhält die Südschule für die Schülerinnen und Schüler jährlich Erträge, mit denen die Stiftungszwecke realisiert werden. Für diese grandiose Unterstützung sind wir überaus dankbar und sagen vor allem im Namen unserer Kinder: DANKE Dunke! Gedankt werden soll hier auch Herrn Dr. Marcus Adams, der 27 Jahre lang Vorsitzender des Stiftungsrats war, bis er 2017 völlig unerwartet verstarb.
So schmeckt der Frühling!
Wie in jedem Jahr fand in der Südschule Neureut Mitte Mai das traditionelle Frühlingsfrühstück statt. Alle packten mit an: Die Kinder des 2. Schuljahres schmückten die Tische, die Schüler der 3. Klassen zeigten sich unter Anleitung von Herrn Schmidthäusler für den Auf- und Abbau verantwortlich, die Viertklässler sammelten die Mitbringsel der einzelnen Schüler ein und richteten ein schmackhaftes, buntes Buffet und wir Lehrer unterstützten unsere Schüler natürlich in ihrem Tun. Das Wetter meinte es an diesem Tag glücklicherweise auch gut mit uns, so dass wir alles ins Freie verlegen konnten.
Nachdem Frau Huber die hungrige Meute begrüßt und den Kindern noch einige wenige Regeln für diesen Morgen mit an die Hand gegeben hatte, eröffneten die Erstklässler den Run zum Buffet. Alle anderen mussten geduldig abwarten, bis die eigene Klasse an der Reihe war. Neugierig marschierten die Kinder mit dem Teller in der Hand los und kamen mit allerlei Leckerem wieder zurück an ihren Platz: Beerenfrüchte, Kresse, Käse, Wurst, Eier, Melone, Marmelade, Brot, Brötchen und vieles mehr. Dass es in Gesellschaft viel besser schmeckt, zeigten alleine schon die zahlreichen „Wiederholungstäter“, die den Weg zum Buffet mehrmals antraten.
Zufrieden und gestärkt ließen wir den Vormittag im Schulhof gemeinsam ausklingen und läuteten damit gewissermaßen das Wochenende ein. Im Namen des Kollegiums möchte ich mich bei allen Eltern bedanken, die etwas fürs Buffet gespendet haben. Unsere Kinder freuen sich schon auf das gemeinsame Frühstück im nächsten Jahr!
Besuch des Schulmuseums in Palmbach
„Auufstellen, zwei und zwei, die Mädchen zuerst!“ So tönt die gespielt herrische Stimme von Frau Zimmermann durch den Flur. Wir sind im Schulmuseum in Palmbach und nehmen an einer historischen Schulstunde teil.
Die 20 Schülerinnen und Schüler der Klasse 3a der Südschule Neureut stehen in Nullkommanichts in einer Reihe. Man könnte eine Stecknadel fallen hören. Im Klassenzimmer begrüßen wir das Fräulein Lehrerin, das früher natürlich unverheiratet war. Dann wird ein Gebet gesprochen. Das Fräulein kontrolliert die Fingernägel, denn die Erziehung zur Sauberkeit war ein ganz wichtiger Bestandteil des Unterrichts. Die Hände der Schüler liegen während des gesamten Unterrichts auf der Schulbank, der Rücken ist gerade. „Hat jemand Holz dabei?“ Zum Glück hat ein Mädchen aus der ersten Reihe zuvor einen Holzscheit zugesteckt bekommen, den es dem Fräulein Lehrerin mit einem Knicks übergibt. Auf diese Weise wurde früher der kleine Ofen in dem großen Klassenzimmer befeuert. Hatte niemand Holz dabei, blieb der Klassenraum kalt. Auf einer Tafel steht ein Text in Sütterlinschrift. Wir können es kaum lesen. Das damalige „s“ gleicht einem „t“ und das „u“ einem „n“. Dann schreiben wir selbst in Sütterlinschrift auf kleine Holztafeln. Das macht allen großen Spaß. Aber die Schüler sind sich einig: Die heutige lateinische Ausgangsschrift ist doch deutlich einfacher. Frau Zimmermann geht geduldig durch die Reihen und verbessert und hilft. Früher gab es das nur selten. Fehler wurden bestraft, indem man an den Ohren oder Haaren gezogen wurde. Bei nicht gemachten Hausaufgaben waren die Strafen auch gerne einmal drastischer. Manch ein Schüler musste den Vormittag auf einem Holzscheit kniend verbringen oder bekam mit der Rute ein paar Schläge auf den Hosenboden.
Schnell ist die Schulstunde zu Ende. Wir könnten noch ewig zuhören und uns über frühere Erziehungsstile und Unterrichtsinhalte wundern. Wir bestaunen die Exponate im Museum, uralte Bücher und Landkarten, Handarbeiten und einen ersten riesigen Diaprojektor. Wir bewundern die exakte Heftführung früherer Schüler, bei denen es noch keine Kopien gab und die damals die Unterrichtsinhalte, wie zum Beispiel Pflanzen, genau abzeichnen mussten. Und wir gehen mit offenem Mund durch die kleine Lehrerwohnung. Ein gemeinsames Lied beendet unseren Schulvormittag. Viel zu schnell, wie die heutigen Schüler finden. Ob die Schüler damals das wohl genauso sahen?
Die Luchse erobern die Neureuter Stadtteilbibliothek
Im Rahmen des Deutschunterrichts, der es unter anderem zum Ziel hat, die Lesemotivation und die Lesekompetenz der Kinder zu fördern, besuchten die Zweitklässler der Südschule die Stadtteilbibliothek Neureut.
Frau Kleiber nahm uns dort herzlich in Empfang, machte es sich mit der Klasse sogleich in der „Leseecke“ gemütlich und veranlasste die Kinder durch ein spannendes Quiz und Suchspiel, sich mit den unterschiedlichen Medien auseinanderzusetzen. Viele der Kinder waren bereits einmal in der Bücherei gewesen oder sind sogar Stammgast. Für andere wiederum war dies aber der erste Besuch einer Bibliothek. Umso größer waren da die Kinderaugen, als sie die vielen, vielen Bücher, CDs, DVDs, Spiele etc. sahen.
Zum Schluss las Frau Kleiber noch ein Kapitel aus „Ätze, das Piratenmonster“ vor. Da war die Freude groß, denn dieses hässlich sympathische Monster kannten die Kinder bereits aus der Vorlesezeit mit ihrer Klassenlehrerin. In der Bibliothek, die uns an diesem Morgen ganz alleine gehörte, hörte man währenddessen keinen Mucks. Alle hingen an den Lippen der Vorleserin. Bevor wir uns auf den Heimweg zur Südschule machten, hatten diejenigen, die bereits einen Büchereiausweis besaßen, die Möglichkeit, ein Buch auszuleihen und ihren Leseschatz mit nach Hause zu nehmen.
Wir bedanken uns herzlich bei Frau Kleiber, die meine Klasse kindgerecht in das Wesen der Bibliothek eingeführt hat, als auch bei Frau Nagel, die uns bei diesem wertvollen Lerngang begleitet hat. Ich bin mir sicher, dass sich der eine oder andere Luchs in den nächsten Tagen mit seinen Eltern auf den Weg zur Bücherei machen wird, um sich einen neuen Schmöker mit nach Hause zu nehmen.
Projektorientierter Unterricht an der Südschule Neureut
Seit rund einem Monat gibt es an der Südschule den neuen projektorientierten Unterricht. Dieser findet regelmäßig montags in jahrgangsgemischten Gruppen der Klassenstufen eins bis vier statt. Die Schüler werden für jeweils ein Tertial in Projektgruppen eingeteilt und haben hierbei die Wahl zwischen mehreren Projekten, die den Themen des Bildungsplans entnommen wurden. Darunter finden sich Projekte wie z.B. Schulgarten, Zirkus mit der fit4future Spieletonne, Theater, Römer, unsere Südschule und Orff-Instrumente. Ein Highlight gab es bereits in dem Projekt „Das gesunde Boot“, das an die Initiative der Baden-Württemberg-Stiftung angelehnt ist und das sich mit gesunder Ernährung und Bewegung beschäftigt. Hier hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, einen gesunden Brotaufstrich aus Äpfeln, Karotten und Hüttenkäse selbst herzustellen. „Sieht etwas eklig aus, schmeckt aber super lecker!“, war das allgemeine Fazit der Kinder.
Südschule Neureut – Klein, aber oho!
Eigentlich fing alles ganz harmlos an. Ganz nach dem Motto „Dabei sein ist alles!“ meldete sich die Südschule Neureut beim Förderwettbewerb „SpardaImpuls“ an und trat damit mit 288 Grundschulen aus ganz Baden-Württemberg in Konkurrenz. Unser Ziel war es, eine finanzielle Förderung für unser Schulprojekt „Aktiv im Süden – Wir bewegen unsere Pause“ zu erhalten. Ganz im Speziellen hatten wir einen professionellen Basketballkorb für unseren Schulhof im Blick.
Das Prozedere war denkbar einfach: All diejenigen, die unsere Schule bei diesem Wettbewerb unterstützen wollten, konnten uns auf der Homepage der Sparda-Bank durch Verwendung ihrer Mobilnummer und nach Erhalt einer PIN-Nummer maximal drei Stimmen schenken. Anfangs plätscherten die Stimmen gemächlich herein. Ab und an schaute man wieder auf der Website der Bank vorbei, um den letzten Punktestand zu erhalten. Doch nach einer gewissen Zeit, in der zahlreiche Südschul-Fans unsere Teilnahme über die sozialen Netzwerke verbreitet hatten, kletterten die Punkte schneller und schneller in die Höhe. Auch in der Schule selbst hatte dieser Event eine Eigendynamik entwickelt, die alle mitriss. In der Aula stand eines Morgens ein Chart mit dem aktuellen Highscore, der sich rasant änderte und jedem, der daran vorbeilief, ein stolzes Lächeln aufs Gesicht zauberte. Alle freuten sich über die großartige Unterstützung, die unserer doch eher kleinen Schule in dieser Zeit zuteil wurde.
Dass wir uns von Platz 289 am Ende auf den 14. Rang vorarbeiten können, hätte zu Beginn sicher niemand für möglich gehalten! Umso größer war die Freude und der Stolz auf einen grandiosen Platz und ein himmlisches Preisgeld in Höhe von 2000 Euro.
Mitte März war es dann endlich so weit: Frau Sieber, Leiterin der Sparda-Bank-Filiale Mühlburg, übergab der gesamten Schulgemeinde in einer kleinen Feierstunde die wohlverdiente Urkunde und das damit verbundene Preisgeld, das natürlich unseren Kindern zugute kommt. Frau Sieber freute sich über das erfolgreiche Ergebnis in ihrer Region, denn es ist ein Wunsch der Stiftung „Bildung und Soziales“ der Sparda-Bank Baden-Württemberg, kleine Impulse an Schulen setzen zu können und das öffentliche Bewusstsein für das Engagement der Schulfördervereine zu schärfen. Diese leisten wichtige Beiträge, damit Schüler z.B. eine warme Mahlzeit erhalten, sich ausreichend bewegen oder ihr Sozialverhalten verfeinern können.
Auf die Installation des Basketballkorbes freuen sich die 122 Südschüler schon lange. Dass dieser Wunsch nun in Erfüllung geht, haben wir all denjenigen zu verdanken, die uns ihre wertvollen Stimmen gegeben und die Aktion in ihrem Umfeld bekannt gemacht haben. All denen sagen wir von ganzem Herzen DANKESCHÖN! Dieser Erfolg wirkt sicher noch lang nach, denn er ließ die „Südschul-Familie“ noch stärker zusammenwachsen!
Südschulwaffeln
„Wenn man für 10 Vanillewaffeln ½ Teelöffel Backpulver benötigt, wie viel braucht man dann für 20 Waffeln, 30 Waffeln, 50 Waffeln oder sogar 100 Waffeln?“
Eine Aufgabe in ihrem Mathebuch gab der Klasse 3a der Südschule den Anstoß. Das wollten sie ausprobieren. Und so verwandelten sie an einem Tag die Aula der Südschule in eine Waffelbäckerei.
Vorab wurde wie wahnsinnig gerechnet, wurden Plakate geschrieben, in der Schule ausgehängt und Werbung betrieben.
Dann kam der große Tag.
Die Eltern der Klasse hatten 4 riesige Schüsseln mit Teig zur Verfügung gestellt. In zwei Schichten wurde an 6 Waffeleisen gleichzeitig gearbeitet. Der Andrang war riesig. Und die Schlange der wartenden Kinder wuchs und wuchs. Da war echte Teamarbeit gefragt: Teig ins Waffeleisen, Waffel auf Serviette packen, Puderzucker drüber, verkaufen. Und alle waren mit Feuereifer dabei.
Am Ende waren 177 Waffeln verkauft und 20 Schülerinnen und Schüler erschöpft, aber zufrieden. Das war eine tolle Aktion.
Advent, Advent, ein Lichtlein brennt …
… erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, … Diese Zeilen hätten am vergangenen Mittwochabend zur Südschule gepasst, denn ein Lichtlein nach dem anderen wurde auf dem Schulhof angezündet, um diesen für den „Glühweinabend“ in weihnachtliche Stimmung zu versetzen. Wie in den vergangenen Jahren auch trafen sich Eltern, Lesepaten und Lehrer, um bei Kerzenschein, Glühwein, Punsch und Gebäck gemeinsam eine gemütliche Zeit zu verbringen. Das Wetter hätte besser nicht sein können – wobei Schnee sicher noch das i-Tüpfelchen gewesen wäre – und so stand man gesellig beieinander, wärmte sich die Hände an einer warmen Tasse und tauschte sich aus.
Im Namen des Kollegiums möchte ich allen Eltern herzlich „Dankeschön“ sagen, die diesen entschleunigenden Abend auf die Beine gestellt haben. Trotz der allgemein eher umtriebigen Adventszeit haben sich viele gerne die Zeit genommen und sind der Einladung in die Südschule gefolgt.
Südschule Neureut strahlt in neuem Glanz
Vergangenen Mittwoch wurde in der Südschule klar Schiff gemacht. Eltern, Schüler, Lesepaten, unser Hausmeister und das Kollegium packten gemeinsam mit an, um einmal gründlich aufzuräumen. Vorab wurden alle Räume inspiziert und genau festgelegt, was weggeworfen werden kann, was noch gebraucht wird und wer für welchen Bereich zuständig ist.
Die Erwachsenen waren in erster Linie für das Sichten der Materialien und das Räumen oder Transportieren von großen Gegenständen verantwortlich. Unsere Kinder hingegen überprüften z.B. Lernspiele auf ihre Vollständigkeit hin und liefen unzählige Male in den Hof, um unseren eigens für diese Aktion georderten Müllcontainer zu befüllen. Als Belohnung für ihre tatkräftige Unterstützung erhielten die kleinen Helfer leckere Muffins, die die Eltern der Südschule liebevoll gebacken hatten. Herr Schmidthäusler, unser Hausmeister, überwachte die Entsorgung mit Argusaugen, damit auch nichts in den falschen Abfallbehälter wanderte.
Ganz nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stark!“ haben wir an einem einzigen Schulmorgen Unglaubliches geleistet. Die Räume wirken luftig und übersichtlich und beinhalten nur noch Materialien, die auch wirklich eingesetzt werden können. Nun geht es im nächsten Schritt darum, zu überlegen, welche Unterrichtsräume zu welchem Zweck herangezogen werden und wie diese ausgestattet werden sollen.
Das Kollegium der Südschule dankt allen helfenden Händen, die mitangepackt haben und unseren Lesepaten, die unseren fleißigen Kindern zwischendurch eine Insel der Ruhe ermöglichten.
Frederick-Tag an der Südschule Neureut
Wie in jedem Jahr zuvor folgte die Südschule Mitte Oktober dem Aufruf des Landes Baden-Württemberg und organsierte das landesweite Literatur-Lesefest – den Frederick-Tag. Ziel dieses Projektes ist es, bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Lust am Lesen zu wecken und damit die Lesekompetenz zu fördern.
Am vergangenen Donnerstag war es dann endlich so weit. Die Klassenverbände wurden aufgelöst und die Kinder strömten in unterschiedliche Richtungen in die Klassenzimmer, in denen das eigens ausgewählte Leseprojekt stattfand. Wie immer boten die Lesepaten und Lehrerinnen der Südschule unterschiedliche Themen an, an denen dann individuell gearbeitet wurde. An erster Stelle aber stand das Vorlesen, ist ja klar!
Als die Klassen sich danach wieder im Klassenraum versammelten, gab es viel zu erzählen und jeder hatte etwas anderes Handfestes aus seinem Projekt mitgebracht.
Vielen Dank unseren emsigen Lesepaten, die diesen wertvollen literarischen Tag mit uns gemeinsam jährlich möglich machen. Unsere Kinder haben diese kleine „Lese-Auszeit“ in vollen Zügen genossen!