Wo viele Kinder spielen, toben und rennen, passiert es leider immer wieder: Ein Kind fällt hin und verletzt sich. Manchmal blutet es stark und die Wunde ist verschmutzt. Und jetzt? Pflaster oder Verband anbringen? Die Wunde reinigen oder nicht? Und wenn ja, womit denn eigentlich?
Wir Lehrerinnen haben festgestellt: Eine Auffrischung unserer Erste-Hilfe-Kompetenzen kann nur von Vorteil sein!
Der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V. in Durlach erklärte sich sofort bereit und so trafen wir uns an zwei aufeinanderfolgenden Tagen für jeweils vier Stunden in der Südschule.
Gleich zu Beginn wollte unser Lehrgangsleiter wissen, welche Themen uns besonders unter den Nägeln brennen. Und im Nu war die erste Seite des Flipchart gefüllt. „Eine motivierte Gruppe!“, lobte Herr Ohneseit.
Wir lauschten gespannt den einzelnen Ausführungen, erinnerten uns an bereits Gelerntes und erfuhren einiges Neues. Unser Lehrgangsleiter beantwortete mit viel Geduld unsere Fragen und erläuterte diese anhand toller Fallbeispiele.
Auch der Spaß kam nicht zu kurz und so saßen wir am zweiten Tag alle hochmotiviert mit Kopfverbänden im Kursus. 🙂
Das Kollegium der Südschule ist sich einig: Der Auffrischungskurs hat uns nicht nur unsere Sicherheit im Umgang mit Verbänden usw. zurückgebracht, sondern hat ebenfalls zum Teambuilding beigetragen und einfach auch sehr großen Spaß gemacht!
Sollte die Unfallkasse Baden-Württemberg nicht für die gesamten Kosten des Kurses aufkommen, hat sich vorab unser Förderverein bereiterklärt, die Restkosten zu übernehmen. Hierfür vorab ein herzliches Dankeschön!
Anfang Juli wurden wir bereits vor Ferienbeginn auf eine ganz besondere, nämlich musikalische Reise mitgenommen.
Frau Helena Donie (Gesang) und Frau Yvonne Funk (Klavier) von der Hochschule für Musik verzauberten uns mit Liedern aus den verschiedensten Ecken der Welt, mit vielfältigen Musikstilen und musikalischem Kulturgut des 20. Jahrhunderts.
Neben Liedern wie z.B. „Ein Freund, ein guter Freund“ oder „Over the Rainbow“ ließen sich die Kinder vor allem von „Mein Papagei frisst keine harten Eier“ begeistern. Jedes Mal, wenn im Liedtext etwas Essbares genannt wurde, sollten sich die Südschüler um ihre eigene Achse drehen. Da bestand eindeutig „Drehwurmgefahr“. 😉
45 Minuten lauschten und staunten die kleinen Zuhörer gespannt und voller Freude der doch ungewohnten Musik. Wir danken den beiden Künstlerinnen für ihr buntes Lieder-Potpourri, das uns völlig beschwingt und zum Teil mit einem Ohrwurm ausgestattet wieder in den Schulalltag entließ.
Am 5. Juli machten sich alle Klassen mit ihren Begleitpersonen auf den Weg nach Ettlingen. Mit der Straßenbahn waren wir etwa eine Dreiviertelstunde unterwegs. Die Zeit auf dem Hin- und Rückweg verging wie im Flug, denn es wurden fröhliche Gespräche geführt und auch das eine oder andere Schläfchen gehalten. Voller Vorfreude kamen wir am Schlossplatz an. Dort konnten wir im Schatten der Bäume noch eine kleine Stärkung zu uns nehmen, bevor es in den Innenhof des Schlosses ging. Hier waren Zuschauertribünen aufgebaut und eine große Bühne mit einigen Schauplätzen: der Räuberhöhle, der Höllenschlucht und dem Mattiswald.
Mit Spannung warteten wir darauf, dass es losging. Plötzlich kam eine Räuberbande singend und grölend auf die Bühne getrampelt. Ein Gewitter zog auf, doch Räuberhauptmann Mattis freute sich sehr, denn er hatte eine Tochter bekommen: Räubertochter Ronja!
Nun wurde die Geschichte des berühmten Buches erzählt: Wie Ronja auf Birk Borkason trifft, den Sohn des verfeindeten Räuberhauptmanns Borka, und sie heimlich enge Freunde werden. Wie sie im Wald spannende Abenteuer erleben und sich schließlich die beiden Räuberbanden miteinander verbünden.
Auch die Kinder, die das berühmte Buch noch nicht kannten, waren fasziniert von dem eindrucksvollen Spiel der großen und kleinen Schauspieler*innen. Neben den rüpeligen Räubern, den niedlichen Graugnomen und der gruseligen Wilddruden ging es aber auch um die wichtigen Botschaften des Kinderbuchklassikers von Astrid Lindgren:
Ronja ist mitfühlend, gerecht und mutig. Wenn etwas nicht stimmt, spricht sie es an – auch wenn es zu Konflikten mit ihrem engsten Umfeld führt. Sie freundet sich mit Birk an und setzt sich damit über die alte, sinnlose Feindschaft zwischen den beiden Vätern hinweg. Das führt schließlich dazu, dass Frieden in den Mattiswald einkehrt.
Auch die Heimfahrt verlief reibungslos und die Südschulkinder kamen zusammen mit ihren Lehrerinnen und einigen Eltern beseelt von diesem schönen Vormittag zurück.
Ein großer Dank gilt an dieser Stelle nochmals den Mamas und Papas, die teilweise ganz spontan eingesprungen sind, um uns zu begleiten. Ohne sie wäre der Ausflug in dieser umtriebigen Zeit nicht möglich gewesen.
Im Winter hatte der Förderverein FORUM RECHT e.V. einen Malwettbewerb zum Thema „Grundrechte“ unter dem Motto „Ich und das Grundgesetz – das Grundgesetz von Kindern gestaltet“ ausgeschrieben.
Zusammen mit Frau Wagner, unserer Schulsozialarbeiterin, besprachen wir die Paragraphen, stimmten ab und entschieden uns für den Artikel 10 des Grundgesetzes: „Das Briefgeheimnissowie das Post- und Fernmeldegeheimnis sind unverletzlich“.
Aber wie setzt man das Briefgeheimnis bildhaft um? Das war die nächste Herausforderung. Die SchülerInnen konnten sich auch zu zweit zusammentun, und so haben es auch Anudari und Diana getan. Sie malten eine Szene beim Frisör, in der die Frisörin einen Brief mitliest und somit das Briefgeheimnis nicht wahrt. Auf das Originalbild haben die beiden Mädchen auch einige wenige ihrer eigenen Haare aufgeklebt. Die gesamte Klasse bekam für die Mitmach-Aktion einen Turnbeutel, ein Unikat, welches nur für diese Aktion erstellt wurde. Zudem erhielt die Klasse ein Buch, das aus den Gewinnerbildern aller Malwettbewerbsteilnehmer entstand. Unsere beiden Gewinnerinnen bekamen von Frau Dr. Schlegel vom Förderverein FORUM RECHT e.V. einen Gutschein im Wert von 30 Euro überreicht.
Monate zuvor waren wir schon angemeldet und am Dienstag wurde es dann endlich wahr. Wir fuhren zum „Kinder-Labor“ an die PH (Pädagogische Hochschule).
Doch bevor es losging, hatten die Kinder erst einmal Frühstückshunger, also saßen wir im Freien und genossen unser Essen. Dann holte uns Dr. Schmitz, derzeitig am GDCh-Chemielehrerfortbildungszentrum Karlsruhe (LFZ) tätig, persönlich ab.
Nach einer Einführung bekam jedes Kind einen weißen Kittel und eine Schutzbrille. Das war schon sehr beeindruckend und die Kinder waren sehr gespannt. Mithilfe von 9 StudentInnen wurden die 3 eingeteilten Gruppen betreut. Folgende Themen wurden erforscht: Wasser, Luft und Energie.
Jede Station dauerte ca. 25 Minuten. Die Kinder durften zahlreiche Experimente selbst durchführen, um dann z.B. die Oberflächenspannung zu begreifen, oder zu verstehen, was der Unterschied zwischen einer Reihen- und einer Parallelschaltung ist oder wie man Luft sichtbar machen kann uvm.
Der Abschluss fand im Hof statt, auf dem erst einmal Magnesium mit Wasser eindrucksvoll zum Leuchten gebracht wurde. Danach wurden mit Wasserstoff gefüllte Luftballons durch Anzünden mit lautem Knall zum Platzen gebracht.
Voller Stolz mit der Urkunde zum “Kiwi” (Kinderwissenschaftler) und einem Ordner, gefüllt mit den Experimenten, verließen die Kinder die PH.
Nach 2-jähriger Coronapause durfte unsere Känguruklasse 4 nun endlich wieder die Jugendverkehrsschule in der Waldstadt besuchen. Voller Vorfreude fuhren wir an vier herrlichen Frühlingstagen mit der Bahn zum Fahrradtraining. Nach Ausgabe passender Fahrräder und der Einweisung durch die sehr nette Verkehrspolizistin hieß es dann, alle zuvor in der Theorie erlernten Kenntnisse auf dem Fahrrad anzuwenden. Zunächst noch etwas unsicher und aufgeregt, machte sich das Training schnell bemerkbar. Wir übten das Linksabbiegen, das Vorbeifahren an einer Baustelle, das Einfahren in den Kreisverkehr und viele weitere wichtige Dinge mehr, um später sicher im Straßenverkehr fahren zu können. Natürlich waren wir an unserem letzten Termin am aufgeregtesten – die Abschlussprüfung stand schließlich bevor. Doch auch diese meisterten wir mit Bravour, so dass wir als stolze Besitzer unseres ersten Führerscheines wieder nach Hause fahren konnten. (AHi)
Am 12. April 2022 trafen sich die Viertklässler der Südschule Neureut am Teich ihrer Schule mit der Vogelexpertin Frau Ratzel vom Umweltamt Karlsruhe. Noch im Schulhof konnten wir zahlreiche Mehlschwalbennester an unserem Schulgebäude entdecken, die wir in den nächsten Wochen genauer beobachten möchten. Zusammen liefen wir dann ins Tiefgestade, um Vogelstimmen zu erkunden. Nach zehnminütiger Wanderung sahen wir eine Ringeltaube, über die uns Frau Ratzel etwas erzählte. Diese heißt so, weil sie weiße Ringel an den Flügeln hat. Alle fanden es sehr spannend. Da wir schon früh am Morgen unterwegs waren, wurden wir mit vielen wunderschönen Vogelstimmen belohnt. Am Gässlespielplatz legten wir eine kleine Pause ein. Wir frühstückten etwas und durften anschließend noch ein wenig spielen. Dann mussten wir leider auch schon wieder zurück. Bevor wir wieder im Schulhof ankamen, sahen wir uns noch ein Lehmwespennest an der Hauswand unseres Kernzeitgebäudes an. Der Ausflug machte uns sehr viel Spaß und alle gingen mit vielen neuen Erfahrungen nach Hause. (Klasse 4)
Wie sehr uns eine größere gemeinsame Aktivität gefehlt hat, war bei allen Kindern, Lehrkräften und Eltern beim heutigen Frühlingspicknick unserer Südschule Neureut und der Außenklassen der Hardtwaldschule ganz deutlich zu spüren. Der Geist unserer Südschule hatte sich während Corona nur ein wenig versteckt, heute war er wieder voll und ganz da.
Nach der großen Pause holten alle Klassen ihre mitgebrachten Picknickdecken, breiteten diese auf den Schattenplätzen unseres Pausenhofes aus und legten ihre Vesperdosen mit gesundem Pausenfrühstück bereit. Wie ein gesundes Pausenfrühstück aussehen könnte, wurde in den Tagen zuvor im Unterricht besprochen.
Nun trafen wir uns alle in einem großen Kreis, wo Frau Langer mit uns eine Body-Percussion einübte. Welch ein beeindruckender Start für das Frühlingspicknick! Bei strahlendem Sonnenschein schmeckte das Frühstück auf den Picknickdecken dann ganz besonders gut.
Herzlichen Dank unserem Elternbeirat, welcher als Dessert für alle Kinder und Lehrkräfte ein großes Waffelbacken organisiert hat. Zahlreiche helfende Eltern-Hände backten und verteilten die duftenden Waffeln. Schön, dass sich endlich auch wieder Eltern an einer Aktion in unserer Südschule beteiligen durften. Wir haben es sehr genossen! Ein ganz besonderer Dank gilt Familie Oberacker, die den kompletten Teig zubereitet und gespendet hat!
Mit diesen wunderschönen Südschul-Eindrücken im Herzen starten wir nun in die Pfingstferien.
Sicher hätten viele Südschüler bereits vor einigen Wochen gewusst, dass man mit fremden Menschen nicht sprechen oder gar mitgehen soll. Aber eben nur gewusst! In Realität sieht das Ganze leider anders aus. Damit unsere Kinder nicht nur theoretisches Wissen über das Verhalten in Notsituationen besitzen, besuchte uns Herr Mörixbauer von SeSiSta. Dieser Name steht für drei wesentliche Begriffe, nämlich „Selbstbewusst – Sicher – Stark“.
In einer Einführung erfuhren wir, dass das Gefühl der Angst uns in zwei Formen begegnen kann: nämlich einmal als ein gutes Gefühl, das uns warnt und vorsichtig sein lässt, und als ein schlechtes Gefühl, das uns handlungsunfähig machen kann. Wie aber kann ich der „schlechten Angst“ begegnen oder sie bestenfalls ausschalten?
In zahlreichen Rollenspielen lernten unsere Erst- und Zweitklässler an diesen beiden Tagen, wie sie sich in verschiedenen Notsituationen gegenüber bekannten und fremden Menschen verhalten sollen. Vieles war für einige Grundschüler sogar gänzlich neu, so z.B., dass man nicht „Hilfe!“, sondern „Feuer!“ rufen soll, da man mit diesem Ruf stärker die Aufmerksamkeit des Umfeldes auf sich lenkt.
Aber wie verhält man sich, wenn man am Handgelenk festgehalten wird oder jemand beim Vorbeigehen den Tragegriff des eigenen Schulranzens packt? Zuerst einmal schmiss Herr Mörixbauer einige Kinder sozusagen ins „kalte Wasser“. Sie durften sich ausprobieren, kamen kräftemäßig jedoch nicht sonderlich gegen den Trainingsleiter an. Nur einige Tipps und wenige Minuten später hatten sich ihre Möglichkeiten erheblich verbessert. Die Südschüler wussten, wie man den Schulranzen blitzschnell abstreifen und sich in Sicherheit bringen kann, und wie man es selbst als kleiner Mensch schafft, sich aus dem Griff eines gestandenen Mannes zu befreien.
In einer weiteren Trainingseinheit übten die Kinder, wie sie sich verhalten sollen, wenn sie von einem Auto heraus angesprochen werden. Obwohl unsere Schüler über die beiden Tage hinweg dafür sensibilisiert wurden, dass man fremden Menschen erst einmal misstraut und deshalb gar nicht erst auf deren Ansprachen eingeht, schaffte es Herr Mörixbauer durch geschickte Rhetorik immer wieder, das Interesse der vorbeilaufenden Kinder zu wecken und sie in ein Gespräch zu verwickeln. „Noch einmal von vorne!“ hieß es dann für diejenigen, denen es nicht gelungen ist, den „Fremden“ zu ignorieren und einfach weiterzugehen.
Mit Klarheit, Feingefühl und einer gehörigen Portion Humor verstand es Herr Mörixbauer, das junge Publikum zu begeistern und vor allem in den Trainingsphasen bei der Stange zu halten. Ich bin mir sicher, dass sich viele von ihnen in einigen Jahren noch an die eingängigen Reime erinnern werden, die die wesentlichen Verhaltensregeln auf den Punkt bringen.
Wollen wir hoffen, dass keines unserer Kinder jemals in eine ernsthafte Situation gerät! Es ist aber beruhigend, zu wissen, dass SeSiSta ihnen zahlreiche Tipps und Selbstbehauptungstricks beigebracht hat, die ihnen in prekären Situationen weiterhelfen können. Herzlichen Dank an Herrn Mörixbauer für seine engagierte Arbeit mit unseren Kindern. Ein ebenso großes Dankeschön geht an unsere Schulsozialarbeiterin Manuela Wagner (Stadt Karlsruhe) und den Förderverein der Südschule Neureut, die dieses wertvolle Projekt finanziell für uns möglich gemacht haben.
Als ich der Klasse 3b im März vorschlug, ein Auto aus Pappe zu entwerfen und zu bauen, dachte ich dabei an ein Modellauto der Größe von Schuhkartons und Chipsröhren.
Die Vorschläge, die von den zwei gebildeten Arbeitsgruppen kamen, waren überraschend. Ein Auto, in dem man sitzen und mit dem man fahren kann, sollte es sein. Mit Feuereifer machten sich die Teams an die Arbeit. Als Fahrwerk diente bei beiden Autos ein Transportbrett mit Rollen, an dem ein Seil als „Motor“ befestigt wurde. Die Gestaltung des Aufbaus allerdings konnte unterschiedlicher kaum sein. Während das eine Auto aus einem großen Umzugskarton mit Heckspoiler, Frontscheibe, Mercedes-Stern und schwarz „lackiert“ daherkam, zeigte sich das andere aus einem Bananenkarton in Regenbogenfarben und selbst entworfenem Logo.
Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Sogar der Schuhkarton als Kofferraum und Pappröhren als Halterung z.B. für das Lenkrad kamen zum Einsatz. Beide Autos verfügten über ein selbst gestaltetes Navigationsdisplay, Außenspiegel, Nummernschilder, einen Kofferraum und ein Lenkrad.
Mit Bastelmaterialien wie Kleber, Klebeband, Pappe und Wasserfarben sind zwei Entwürfe entstanden, deren Funktion getestet und für gut befunden wurde. Abschließend fertigten die SchülerInnen eine Skizze an, in der alle Teile aufgeführt und die Aufbauten dargestellt wurden.
Sowohl die Planung als auch die Zusammenarbeit waren echte Herausforderungen, die beide Arbeitsgruppen gut erlernt und gemeistert haben. (A.T.-H.)