Schäfchen am Teich

In der letzten Schulwoche waren die Schäfchen der Klasse 2a der Südschule Neureut noch einmal mit der Waldpädagogin unterwegs.

Im Waldklassenzimmer wurde diesmal der Teich mit all seinen Besuchern genauestens unter die Lupe genommen. Mit Keschern und Kochsieben bewaffnet durften die Kinder ganz vorsichtig die verschiedenen Bewohner aus dem Teich fischen und sie für kurze Zeit in separate Aquarien umsetzen. Dann ging es mit dem Bestimmungsbuch weiter. Unglaublich, wie viele verschiedene Tiere sich hier einfanden.

Anhand der Anzahl der Beinchen ließ sich sofort erkennen, bei welchen Tieren es sich um Insekten handelte und bei welchen nicht. Denn die Schüler erfuhren, dass Insekten immer 3 Beinpaare besitzen. Und so lernten sie zum Beispiel den dicken Rückenschwimmer kennen, der tatsächlich nur auf dem Rücken schwimmt.

Aber auch die anderen Tiere faszinierten die Schäfchen. Sie fanden Kaulquappen, Posthornschnecken und die Larven von Teichmolchen. Als eines der Kinder sogar eine riesige Larve eines Gelbrandkäfers aus dem Wasser zog, staunte sogar die Waldpädagogin.

Zuletzt wurden die „Gefangenen“ wieder vorsichtig ins Wasser freigelassen, auch wenn der ein oder andere gerne seinen Schatz mit nach Hause genommen hätte.

Eine halbe Stunde Freispielzeit auf dem abenteuerlichen Gelände des Waldklassenzimmers rundete die Exkursion ab. Und so machte sich schon bald eine Horde Schäfchen satt und zufrieden wieder auf den Heimweg.

Juhu, der Eiswagen ist da!

Wenn man jemandem erzählt, dass der Eiswagen an die Schule kommt, erntet man zu 100 % ein breites Grinsen und beglückwünschende Worte. Den Eiswagen kennt Jung oder Alt und man verbindet damit Freibad- oder Baggerseefeeling.

Aufgrund der 38 Grad im Schatten wurde das Grinsen der Südschüler in diesem Jahr sogar noch größer als im letzten Jahr, als der Eiswagen vorfuhr und die Ladentheke öffnete. Jedes Kind durfte sich zwei Kugeln Eis bestellen. Gewählt werden durfte zwischen Schokolade, Erdbeere, Vanille und Joghurt.

Besonders nett fand ich die Frage einer Schülerin, ob es auch erlaubt sei, zwei Kugeln derselben Sorte zu nehmen. Sie hatte wohl Sorge, auf eine zweite Kugel ihres Lieblingseises verzichten zu müssen und war sichtlich entspannt, als ich sagte, dass dies natürlich auch erlaubt sei.

Aber das Eis mussten sich manche Kinder hart erarbeiten. 😉 Frau Fuchs nahm die Gelegenheit beim Schopfe und stellte den Kindern ihrer Klasse eine Mathematikaufgabe aus dem Bereich der Kombinatorik:  Wie viele unterschiedliche Kombinationen sind bei vier unterschiedlichen Eissorten und zwei Kugeln möglich? Wahrscheinlich war es die Liebe zum Eis, die die Kinder zu mathematischen Höchstleistungen antrieb. Denn, welch Überraschung, jedes Kind der Schäfchenklasse durfte sich zwei Kugeln Eis aussuchen. 🙂

Auf dem Schulhof der Südschule wurde also wieder ausgiebig „geschlotzt“ und „geschleckt“. Dass der Besuch der „Eis-Oma“ nun gerade auf den heißesten Tag des Jahres gefallen ist, war zudem eine organisatorische Meisterleistung.

Ein großes DANKESCHÖN geht an den Förderverein der Südschule Neureut, der dieses sommerliche Highlight finanziert und durch Frau Heinz betreut hat.

Safety first!

Wo viele Kinder spielen, toben und rennen, passiert es leider immer wieder: Ein Kind fällt hin und verletzt sich. Manchmal blutet es stark und die Wunde ist verschmutzt. Und jetzt? Pflaster oder Verband anbringen? Die Wunde reinigen oder nicht? Und wenn ja, womit denn eigentlich?

Wir Lehrerinnen haben festgestellt: Eine Auffrischung unserer Erste-Hilfe-Kompetenzen kann nur von Vorteil sein!

Der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V. in Durlach erklärte sich sofort bereit und so trafen wir uns an zwei aufeinanderfolgenden Tagen für jeweils vier Stunden in der Südschule.

Gleich zu Beginn wollte unser Lehrgangsleiter wissen, welche Themen uns besonders unter den Nägeln brennen. Und im Nu war die erste Seite des Flipchart gefüllt. „Eine motivierte Gruppe!“, lobte Herr Ohneseit.

Wir lauschten gespannt den einzelnen Ausführungen, erinnerten uns an bereits Gelerntes und erfuhren einiges Neues. Unser Lehrgangsleiter beantwortete mit viel Geduld unsere Fragen und erläuterte diese anhand toller Fallbeispiele.

Auch der Spaß kam nicht zu kurz und so saßen wir am zweiten Tag alle hochmotiviert mit Kopfverbänden im Kursus. 🙂

Das Kollegium der Südschule ist sich einig: Der Auffrischungskurs hat uns nicht nur unsere Sicherheit im Umgang mit Verbänden usw. zurückgebracht, sondern hat ebenfalls zum Teambuilding beigetragen und einfach auch sehr großen Spaß gemacht!

Sollte die Unfallkasse Baden-Württemberg nicht für die gesamten Kosten des Kurses aufkommen, hat sich vorab unser Förderverein bereiterklärt, die Restkosten zu übernehmen. Hierfür vorab ein herzliches Dankeschön!

Eine musikalische Weltreise

Anfang Juli wurden wir bereits vor Ferienbeginn auf eine ganz besondere, nämlich musikalische Reise mitgenommen.

Frau Helena Donie (Gesang) und Frau Yvonne Funk (Klavier) von der Hochschule für Musik verzauberten uns mit Liedern aus den verschiedensten Ecken der Welt, mit vielfältigen Musikstilen und musikalischem Kulturgut des 20. Jahrhunderts.

Neben Liedern wie z.B. „Ein Freund, ein guter Freund“ oder „Over the Rainbow“ ließen sich die Kinder vor allem von „Mein Papagei frisst keine harten Eier“ begeistern. Jedes Mal, wenn im Liedtext etwas Essbares genannt wurde, sollten sich die Südschüler um ihre eigene Achse drehen. Da bestand eindeutig „Drehwurmgefahr“. 😉

45 Minuten lauschten und staunten die kleinen Zuhörer gespannt und voller Freude der doch ungewohnten Musik. Wir danken den beiden Künstlerinnen für ihr buntes Lieder-Potpourri, das uns völlig beschwingt und zum Teil mit einem Ohrwurm ausgestattet wieder in den Schulalltag entließ.

Die Südschule Neureut zu Besuch bei den Ettlinger Schlossfestspielen

Am 5. Juli machten sich alle Klassen mit ihren Begleitpersonen auf den Weg nach Ettlingen. Mit der Straßenbahn waren wir etwa eine Dreiviertelstunde unterwegs. Die Zeit auf dem Hin- und Rückweg verging wie im Flug, denn es wurden fröhliche Gespräche geführt und auch das eine oder andere Schläfchen gehalten. Voller Vorfreude kamen wir am Schlossplatz an. Dort konnten wir im Schatten der Bäume noch eine kleine Stärkung zu uns nehmen, bevor es in den Innenhof des Schlosses ging. Hier waren Zuschauertribünen aufgebaut und eine große Bühne mit einigen Schauplätzen: der Räuberhöhle, der Höllenschlucht und dem Mattiswald.

Mit Spannung warteten wir darauf, dass es losging. Plötzlich kam eine Räuberbande singend und grölend auf die Bühne getrampelt. Ein Gewitter zog auf, doch Räuberhauptmann Mattis freute sich sehr, denn er hatte eine Tochter bekommen: Räubertochter Ronja!

Nun wurde die Geschichte des berühmten Buches erzählt: Wie Ronja auf Birk Borkason trifft, den Sohn des verfeindeten Räuberhauptmanns Borka, und sie heimlich enge Freunde werden. Wie sie im Wald spannende Abenteuer erleben und sich schließlich die beiden Räuberbanden miteinander verbünden.

Auch die Kinder, die das berühmte Buch noch nicht kannten, waren fasziniert von dem eindrucksvollen Spiel der großen und kleinen Schauspieler*innen. Neben den rüpeligen Räubern, den niedlichen Graugnomen und der gruseligen Wilddruden ging es aber auch um die wichtigen Botschaften des Kinderbuchklassikers von Astrid Lindgren:

Ronja ist mitfühlend, gerecht und mutig. Wenn etwas nicht stimmt, spricht sie es an – auch wenn es zu Konflikten mit ihrem engsten Umfeld führt. Sie freundet sich mit Birk an und setzt sich damit über die alte, sinnlose Feindschaft zwischen den beiden Vätern hinweg. Das führt schließlich dazu, dass Frieden in den Mattiswald einkehrt.

Auch die Heimfahrt verlief reibungslos und die Südschulkinder kamen zusammen mit ihren Lehrerinnen und einigen Eltern beseelt von diesem schönen Vormittag zurück.

Ein großer Dank gilt an dieser Stelle nochmals den Mamas und Papas, die teilweise ganz spontan eingesprungen sind, um uns zu begleiten. Ohne sie wäre der Ausflug in dieser umtriebigen Zeit nicht möglich gewesen.

Was hat das Briefgeheimnis mit dem Frisör zu tun?

Im Winter hatte der Förderverein FORUM RECHT e.V. einen Malwettbewerb zum Thema „Grundrechte“ unter dem Motto „Ich und das Grundgesetz – das Grundgesetz von Kindern gestaltet“ ausgeschrieben.

Zusammen mit Frau Wagner, unserer Schulsozialarbeiterin, besprachen wir die Paragraphen, stimmten ab und entschieden uns für den Artikel 10 des Grundgesetzes: „Das Briefgeheimnissowie das Post- und Fernmeldegeheimnis sind unverletzlich“.

Aber wie setzt man das Briefgeheimnis bildhaft um? Das war die nächste Herausforderung. Die SchülerInnen konnten sich auch zu zweit zusammentun, und so haben es auch Anudari und Diana getan. Sie malten eine Szene beim Frisör, in der die Frisörin einen Brief mitliest und somit das Briefgeheimnis nicht wahrt. Auf das Originalbild haben die beiden Mädchen auch einige wenige ihrer eigenen Haare aufgeklebt. Die gesamte Klasse bekam für die Mitmach-Aktion einen Turnbeutel, ein Unikat, welches nur für diese Aktion erstellt wurde. Zudem erhielt die Klasse ein Buch, das aus den Gewinnerbildern aller Malwettbewerbsteilnehmer entstand. Unsere beiden Gewinnerinnen bekamen von Frau Dr. Schlegel vom Förderverein FORUM RECHT e.V. einen Gutschein im Wert von 30 Euro überreicht.

Wie werden Kinder zu Kiwis?

Monate zuvor waren wir schon angemeldet und am Dienstag wurde es dann endlich wahr. Wir fuhren zum „Kinder-Labor“ an die PH (Pädagogische Hochschule).

Doch bevor es losging, hatten die Kinder erst einmal Frühstückshunger, also saßen wir im Freien und genossen unser Essen. Dann holte uns Dr. Schmitz, derzeitig am GDCh-Chemielehrerfortbildungszentrum Karlsruhe (LFZ) tätig, persönlich ab.

Nach einer Einführung bekam jedes Kind einen weißen Kittel und eine Schutzbrille. Das war schon sehr beeindruckend und die Kinder waren sehr gespannt. Mithilfe von 9 StudentInnen wurden die 3 eingeteilten Gruppen betreut. Folgende Themen wurden erforscht: Wasser, Luft und Energie.

Jede Station dauerte ca. 25 Minuten. Die Kinder durften zahlreiche Experimente selbst durchführen, um dann z.B. die Oberflächenspannung zu begreifen, oder zu verstehen, was der Unterschied zwischen einer Reihen- und einer Parallelschaltung ist oder wie man Luft sichtbar machen kann uvm.

Der Abschluss fand im Hof statt, auf dem erst einmal Magnesium mit Wasser eindrucksvoll zum Leuchten gebracht wurde. Danach wurden mit Wasserstoff gefüllte Luftballons durch Anzünden mit lautem Knall zum Platzen gebracht.

Voller Stolz mit der Urkunde zum “Kiwi” (Kinderwissenschaftler) und einem Ordner, gefüllt mit den Experimenten, verließen die Kinder die PH.

Den ersten „Führerschein“ in der Tasche

Nach 2-jähriger Coronapause durfte unsere Känguruklasse 4 nun endlich wieder die Jugendverkehrsschule in der Waldstadt besuchen. Voller Vorfreude fuhren wir an vier herrlichen Frühlingstagen mit der Bahn zum Fahrradtraining. Nach Ausgabe passender Fahrräder und der Einweisung durch die sehr nette Verkehrspolizistin hieß es dann, alle zuvor in der Theorie erlernten Kenntnisse  auf dem Fahrrad anzuwenden. Zunächst noch etwas unsicher und aufgeregt, machte sich das Training schnell bemerkbar. Wir übten das Linksabbiegen, das Vorbeifahren an einer Baustelle, das Einfahren in den Kreisverkehr und viele weitere wichtige Dinge mehr, um später sicher im Straßenverkehr fahren zu können. Natürlich waren wir an unserem letzten Termin am aufgeregtesten – die Abschlussprüfung stand schließlich bevor. Doch auch diese meisterten wir mit Bravour, so dass wir als stolze Besitzer unseres ersten Führerscheines wieder nach Hause fahren konnten. (AHi)

Die Kängurus auf Vogelexpedition

Am 12. April 2022 trafen sich die Viertklässler der Südschule Neureut am Teich ihrer Schule mit der Vogelexpertin Frau Ratzel vom Umweltamt Karlsruhe. Noch im Schulhof konnten wir zahlreiche Mehlschwalbennester an unserem Schulgebäude entdecken, die wir in den nächsten Wochen genauer beobachten möchten. Zusammen liefen wir dann ins Tiefgestade, um Vogelstimmen zu erkunden. Nach zehnminütiger Wanderung sahen wir eine Ringeltaube, über die uns Frau Ratzel etwas erzählte. Diese heißt so, weil sie weiße Ringel an den Flügeln hat. Alle fanden es sehr spannend. Da wir schon früh am Morgen unterwegs waren, wurden wir mit vielen wunderschönen Vogelstimmen belohnt. Am Gässlespielplatz legten wir eine kleine Pause ein. Wir frühstückten etwas und durften anschließend noch ein wenig spielen. Dann mussten wir leider auch schon wieder zurück. Bevor wir wieder im Schulhof ankamen, sahen wir uns noch ein Lehmwespennest an der Hauswand unseres Kernzeitgebäudes an. Der Ausflug machte uns sehr viel Spaß und alle gingen mit vielen neuen Erfahrungen nach Hause. (Klasse 4)

Frühlingspicknick

Wie sehr uns eine größere gemeinsame Aktivität gefehlt hat, war bei allen Kindern, Lehrkräften und Eltern beim heutigen Frühlingspicknick unserer Südschule Neureut und der Außenklassen der Hardtwaldschule ganz deutlich zu spüren. Der Geist unserer Südschule hatte sich während Corona nur ein wenig versteckt, heute war er wieder voll und ganz da.

Nach der großen Pause holten alle Klassen ihre mitgebrachten Picknickdecken, breiteten diese auf den Schattenplätzen unseres Pausenhofes aus und legten ihre Vesperdosen mit gesundem Pausenfrühstück bereit. Wie ein gesundes Pausenfrühstück aussehen könnte, wurde in den Tagen zuvor im Unterricht besprochen.

Nun trafen wir uns alle in einem großen Kreis, wo Frau Langer mit uns eine Body-Percussion einübte. Welch ein beeindruckender Start für das Frühlingspicknick! Bei strahlendem Sonnenschein schmeckte das Frühstück auf den Picknickdecken dann ganz besonders gut.

Herzlichen Dank unserem Elternbeirat, welcher als Dessert für alle Kinder und Lehrkräfte ein großes Waffelbacken organisiert hat. Zahlreiche helfende Eltern-Hände backten und verteilten die duftenden Waffeln. Schön, dass sich endlich auch wieder Eltern an einer Aktion in unserer Südschule beteiligen durften. Wir haben es sehr genossen! Ein ganz besonderer Dank gilt Familie Oberacker, die den kompletten Teig zubereitet und gespendet hat!

Mit diesen wunderschönen Südschul-Eindrücken im Herzen starten wir nun in die Pfingstferien.