Neustart des projektorientierten Unterrichts an der Südschule Neureut

Seit diesem Schuljahr findet er endlich wieder statt – der projektorientierte Unterricht an unserer Südschule.

Pro Schuljahr kann jedes Kind an drei Projekten teilnehmen, die es selbst auswählen darf. Dafür ist das Schuljahr in drei Tertiale eingeteilt. Die Gruppen sind bunt gemischt aus jüngeren und älteren Kindern der Klassenstufen 2 bis 4. Freitags erleben die Kinder in einer Doppelstunde also einmal einen ganz anderen Unterricht. Aus vielen Bereichen kommen die sechs Angebote, bei denen es viel zu tun und zu erleben gibt: Da gibt es ein Upcycling-Projekt, bei dem tolle Gegenstände z.B. aus Stoffresten oder Verpackungsmaterial hergestellt werden. Oder ein Theater-Projekt, in dem die Kinder u.a. ein kleines Stück einstudieren. Im Projekt „Holz“ wird gesägt, gefeilt und gebastelt. In einem weiteren Projekt kann der Laptopführerschein gemacht werden. Außerdem gibt es ein musikalisches Projekt namens „Rhythm & Groove“ und ein Küchenprojekt mit dem Namen „Ich kann kochen“.

Frederick-Tag

Auch in diesem Jahr folgte die Südschule dem Aufruf des Landes Baden-Württemberg und organisierte den „Frederick-Tag“. Im Jahre 1997 wurde dieses literarische Projekt zum ersten Mal initiiert und zwar mit dem Ziel, bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Lust am Lesen und damit deren Lesekompetenz zu steigern.

Kurz vor den Herbstferien war es dann so weit: Der Frederick-Tag stand auf dem Plan! Die Südschüler hatten wenige Tage zuvor die Möglichkeit, sich für eines der zahlreichen Leseprojekte zu entscheiden, die von den Lehrerinnen und Lehrern der Südschule angeboten wurden. In den gemischten Gruppen wurde dann emsig vorgelesen und an der Thematik des Buches gearbeitet.

Mit den unterschiedlichsten Schätzen in der Hand strömten die Kinder danach zurück in ihre Klassenzimmer. Bunte Basteleien, Ausmalbilder, Quiz-Preise und vieles mehr zählten zur stolzen Ausbeute des diesjährigen landesweiten Vorlesetages. Als ich meine Waschbären nach der Aktion um ein kurzes Stimmungsbild bat, streckten sie kerzengerade ihre Daumen in die Höhe! Da sag ich nur: „Mission Lesefreude erfüllt!“

Kürbisfest

Wenn in einer Woche der Elternbeirat tagt und in der nächsten Woche ein Kürbisfest für eine ganze Schule stattfindet, dann kann das nur in unserer Südschule sein! Herzlichen Dank unserer engagierten Elternschaft, die einmal mehr gezeigt hat, wie wichtig und gewinnbringend die Zusammenarbeit von Eltern, Kindern und Kollegium einer Schule ist.

Bereits am nächsten Tag war der Förderverein mit im Boot und finanzierte etwa 40 Kürbisse, die nur darauf warteten, von unseren Südschulkindern zum Gruseln gebracht zu werden.

In unserer gut ausgestatteten Schulküche durften zunächst die Erstklasskinder unter Anleitung einiger Eltern Kürbisse aushöhlen. Turbulent wurde es, als gleichzeitig die zweiten Klassen die übrigen Kürbisse aushöhlten und dabei den dritten Klassen beim Schnitzen der ersten Gruselgesichter über die Schultern blicken konnten. In dieser Zeit bauten die Viertklasskinder für unsere ganze Schule Tische und Bänke im Schulhof auf und mehrere Eltern bereiteten zuhause Kürbissuppe vor. Aber natürlich durften auch die Viertklasskinder noch Gesichter in die ausgehöhlten Kürbisse schnitzen.

Nun zieren zahlreiche, eifrig und begeistert geschnitzte, gruselige Kürbisse unseren Schulhof und boten auch für die leckere gemeinsame Kürbissuppen-Mahlzeit genau das richtige Ambiente.

Nochmals herzlichen Dank allen Beteiligten für diesen wunderschönen Kürbistag. Das war wieder ein herrlicher Südschul-Tag!

Auf Spurensuche im Schlossgarten

Was sind Spuren? Sind das nur Pfotenabdrücke im Matsch? Und wie findet man sie, wenn es gar nicht geregnet hat?

In der vierten Schulwoche machten sich die neuen Erstklässler der Eulenklasse auf den Weg in den Schlossgarten. Sie hatten eine Verabredung mit Frau Ratzel, die sich mit ihnen auf Spurensuche begeben wollte.

Und direkt am Schlossgebäude an der Wand über dem Eingang, nicht etwa in einer Pfütze auf dem Boden, war bereits die erste Spur: Lehmwespen hatten sich hier eine Wohnung gebaut. Die Wespen waren schon lange ausgezogen, aber die kleine Wohnung war geblieben. Wir wären fast daran vorbeigegangen.

Vor uns auf dem gefliesten Boden lagen bereits die nächsten Spuren: jede Menge Nussschalen. Die cleveren Krähen hatten Nüsse mit ihren spitzen Schnäbeln von weit oben auf den Steinboden fallen lassen, damit diese kaputt gingen und sie sie endlich fressen konnten.

Innerhalb kürzester Zeit fanden die kleinen Eulen noch viel mehr solcher Spuren. Und es war ganz offensichtlich: Hier überall waren Tiere am Werk. Im botanischen Garten hatte zum Beispiel der Seerosenblattkäfer und vor allem seine Larve ihr Unwesen getrieben und geschlängelte Fraßgänge im Seerosenblatt hinterlassen. Und beim genauen Hinsehen fanden wir sogar die millimetergroßen Übeltäter. Spuren über Spuren.

Wir frühstückten im botanischen Garten und tobten über den kleinen Spielplatz. Wir sammelten bunte Blätter, Kastanien und Eicheln. Und wir lernten, warum so viele Eicheln ein kleines kreisrundes Loch hatten. Die Larven der Eichelbohrer, ein lustiges Tierchen mit Rüssel, wuchsen in diesen Eicheln heran. Wurde es ihnen zu eng, kamen sie heraus.  Und wir lernten Knoppern kennen: Dunkelbraune, höckerige Gebilde, die durch einen Stich der Gallwespe an den Früchten der Stieleiche entstanden. Wir waren uns einig: Uns erinnerte es eher an Schokocrossies. Und sofort wanderte der neue Fund zu den anderen Schätzen in den Rucksack. Heute hatten wir tatsächlich viel gelernt. Spuren gibt es in Hülle und Fülle. Nicht nur bei Regen. 😉

Die Drachen und Waschbären der Südschule Neureut „entern“ die Neureuter Stadtteilbibliothek

Im Rahmen des Deutschunterrichts, der es unter anderem zum Ziel hat, die Lesekompetenz und die Lesemotivation der Kinder zu fördern, besuchten die Zweitklässler der Südschule die Stadtteilbibliothek Neureut.

Frau Kleiber, die Leiterin der Bücherei, nahm uns herzlich in Empfang und lotste die Kinder zunächst in den hinteren Bereich der Bibliothek. Sie hatte in den Bücherregalen zuvor einige Schätze versteckt, welche die Kinder dann suchten und in eine Schatzkiste legten. Anhand der gefundenen Kostbarkeiten wie z.B. Sachbücher, Kinderbücher, Spiele, CDs usw. wurde das vielfältige Medienangebot der Bibliothek erarbeitet. Jedes Kind durfte mit einem Piratenhut ausgestattet einen Schatz aus der Truhe herausziehen und diesen vorstellen.

Natürlich waren die jungen Besucher dadurch neugierig geworden, so dass die freie Lese- und Spielzeit gerade recht kam. Einige Kinder nahmen sich sogleich ein Buch und nutzten die Zeit zum Schmökern, andere wiederum entschieden sich gemeinsam für ein Spiel – für jeden war etwas dabei.

Aber was wäre ein Büchereibesuch ohne eine richtige Vorlesezeit? Natürlich hatte Frau Kleiber auch das eingeplant und las uns gegen Ende unseres Besuches aus dem Kinderbuch „Die Olchis sind da“ vor. Außer Frau Kleibers Stimme hörte man keinen Mucks, denn die Bibliothek gehörte uns an diesem Morgen ganz alleine.

Gegen 11 Uhr wurde es Zeit, den Heimweg anzutreten. Einigen fiel es sichtbar schwer, sich von ihren Bibliotheksschätzen zu trennen. Doch diejenigen, die bereits einen Büchereiausweis dabeihatten, konnten sich bei dieser Gelegenheit gleich etwas ausleihen. Wir bedanken uns herzlich bei Frau Kleiber, die uns den Morgen über betreut und in das Wesen der Bibliothek eingeführt hat. Ich bin mir sicher, dass sich einige Drachen und Waschbären in den nächsten Tagen mit ihren Eltern auf den Weg zur Bücherei machen werden, um einen neuen „Schatz“ mit nach Hause zu nehmen.

MINT-Workshops der Karlsruher Technik-Initiative in den Herbstferien

Die Karlsruher Technik-Initiative bietet in den Herbstferien mehrere Workshops an. Folgende sind auch für Kinder ab der 4. Klasse geeignet:

Fischertechnik Getriebe-Workshop am Mittwoch, den 2.11.2022 von 14:00 bis 16:00 Uhr.

Einführung in Scratch am Freitag, den 4.11.2022 von 10:00 bis 12:00 Uhr.

Weitere Informationen und einen Link zur Anmeldung finden Sie hier.

fischertechnik AG – Leitung gesucht

Seit 2019 gibt es an unserer Südschule eine fischertechnik AG. Die Firma inovex hat unsere AG mit fischertechnik-Kästen ausgestattet und die AG wird ehrenamtlich von einem Vater geleitet. Bisher hatte er Unterstützung von einer Mutter. Diese Familie ist leider aus Neureut weggezogen. Offensichtlich hat sich herumgesprochen, wie viel Spaß unsere fischertechnik AG macht, was dazu geführt hat, dass sich von unseren 132 Südschulkindern 33 dafür angemeldet haben. Wir freuen uns riesig darüber, dass wir die Möglichkeit haben, so viele Kinder auf diesem Weg für Technik zu begeistern!

Eine Person alleine kann diese Aufgabe jedoch unmöglich stemmen. Daher suchen wir ein oder zwei Personen, die sich vorstellen könnten, eine fischertechnik AG an unserer Südschule ehrenamtlich zu leiten oder zu unterstützen. Wenn Sie Interesse daran haben oder sich zunächst erkundigen möchten, freuen wir uns über Ihren Anruf unter 706628 oder eine E-Mail an a.huber@suedschule-neureut.de .

Theater-Workshop „Respekt“

Vergangenen Mittwoch erhielten die 16 Waschbären der Südschule Neureut Besuch von Frau Gottuk-Brede vom ZSL Karlsruhe (Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung). Sie leitete in meiner 2. Klasse einen vierstündigen Theater-Workshop zum Thema „Respekt“.

Zuerst standen diverse Spiele zur allgemeinen Kommunikation auf dem Plan. Z.B. hielten sich die Kinder in einer Reihe stehend mit beiden Händen an einem Seil fest und mussten sich nun nach der Größe ordnen, von groß nach klein. Die Herausforderung bestand darin, dass sie das Seil nur mit einer Hand loslassen durften und sich deshalb natürlich mit ihren Klassenkameraden absprechen mussten, um an bestimmten Stellen zu überholen.

Theaterspielen bedeutet aber auch, ein Bewusstsein für die Aussagekraft des eigenen Körpers zu entwickeln und individuelle Ausdrucksformen der Mimik, Gestik und Sprache zu finden. So bestand die Aufgabe der Kinder z.B. darin, langsam hinter eine gezogene Linie zu treten, laut und deutlich den Vornamen zu nennen, den Applaus abzuwarten und schließlich nach links abzugehen. Es war erstaunlich, welche Hürden die Kinder zu nehmen hatten. Manch einem war beim Sprechen vor einer Gruppe derart unwohl zumute, dass er kaum Zeit fand, sich in Ruhe vorzustellen, sondern alles im Zeitraffer vollzog. Andere wiederum hatten vor Scham ihre Hände nicht im Griff, die unruhig gestikulierten, und wieder andere nutzten die Chance für eine spontane Übersprungshandlung. Die Waschbären haben sich im Anschluss selbst reflektiert und erkannten interessanterweise meist selbst, an welchen Stellschrauben noch gedreht werden muss, so dass die Vorstellungsrunde beim zweiten Durchgang durchweg ruhiger und klarer ablief.

Bei der gemeinsamen Theaterarbeit ist es von ganz besonderer Bedeutung, sich gegenseitig zu respektieren und sich als Teil einer Gemeinschaft zu begreifen. Die jungen Schauspieler hatten u.a. die Aufgabe, Situationen zu beschreiben, in denen Menschen respektlos miteinander umgehen und diese dann in Standbilder umzusetzen. Auf diese Weise entstand z.B. ein Standbild, in welchem die Gewinnermannschaft eines Fußballspiels die Verlierermannschaft verhöhnt. Herzlichen Dank Frau Gottuk-Brede für den kurzweiligen und spannenden Schulvormittag. Die Kinder haben sich selbst von einer ganz anderen Seite kennenlernen dürfen und spielerisch vieles über verbale und nonverbale „Kommunikation“ gelernt.

„Premiereklasse“ – Viertklässler der Südschule Neureut waren dabei

Nachdem meine Bewerbung als „Permiereklasse“ für das Theaterstück „Räuber Hotzenplotz“geklappt hat, waren wir ganz gespannt darauf, was auf uns zukommt.
Als Premiereklasse wird hier im Theater die Klasse bezeichnet, die bei den Proben dabei sein darf.

Schon die Bahnfahrt ins Insel-Theater war aufregend, da wir kontrolliert wurden.
Auf dem Pausenhof der Gartenschule haben wir dann erst einmal gefrühstückt.

Der Theaterpädagoge Herr Grupe holte uns ab. Er erklärte den Kindern, wer an einer Theaterproduktion beteiligt ist. Im Theater saßen wir dann alle in der ersten Reihe.

Die Szenen wurden bis zu sechsmal wiederholt, nämlich so lange, bis die Bewegungen zur Musik passten. Die Schauspieler wurden dadurch immer besser und die Kinder freuten sich, als es dann geklappt hat.

Anschließend durften die kleinen Theaterkritiker noch sagen, was ihnen gut und was ihnen nicht so gut gefallen hat. Die Stunde im Insel-Theater hat uns so beeindruckt, dass wir uns das fertige Stück anschauen werden. Auch da sind wir wieder gespannt und freuen uns schon sehr darauf.

Die Südschule begrüßt die neuen Erstklässler

Am Freitag, den 16.09.2022, war der große Tag endlich da. Die Einschulung an der Südschule Neureut fand statt. Zur Feier des Tages blickte sogar ab und zu die Sonne durch die Wolken, als zunächst 19 Kinder in die Eulenklasse und in einem zweiten Durchgang 18 Kinder in die Zebraklasse eingeschult wurden. So konnte alles wie geplant im Freien und mit allen Gästen stattfinden. Die Aufregung war den Schulanfängern und Schulanfängerinnen förmlich ins Gesicht geschrieben, als sie in der ersten Reihe Platz genommen hatten und neugierig der Begrüßung durch Schulleiterin Frau Huber lauschten. Spannend und lustig wurde es, als die Klassenlehrerinnen ihrer jeweiligen Klasse das Buch „Frau Hoppes erster Schultag“ vorlasen – ein Buch, in dem der Hasenlehrerin allerlei Missgeschicke an ihrem ersten Schultag passieren. Anschließend bekamen die frisch gebackenen Schulanfänger von Pfarrer Reibold den Segen Gottes zugesprochen, bevor es schließlich zur ersten Unterrichtsstunde in die Klassenzimmer ging.

Während die Kinder in ihren Klassenzimmern waren, konnten sich ihre Eltern, Geschwister und Gäste am Kuchenbuffet stärken, welches von den Eltern und Kindern der vierten Klassen organisiert wurde. Hierfür herzlichen Dank!

Wir wünschen unseren Schulanfängerinnen und Schulanfängern eine wunderbare Zeit an unserer Südschule. Schön, dass ihr da seid!