Wie in vielen vergangenen Jahren auch trafen sich Eltern und Lehrer in der Adventszeit auf unserem Schulhof, um bei Kerzenschein, Glühwein, Punsch und Gebäck gemeinsam eine gemütliche Zeit zu verbringen. Das Wetter hatte eigens für diese abendlichen Stunden eine Regenpause eingelegt und so stand man gesellig beieinander, wärmte sich die Hände an einer warmen Tasse und tauschte sich angeregt aus.
Im Namen des Kollegiums möchte ich allen Eltern herzlich „Dankeschön“ sagen, die diesen entschleunigenden Abend auf die Beine gestellt haben. Trotz der allgemein eher umtriebigen Adventszeit haben sich viele gerne die Zeit genommen und sind der Einladung in die Südschule gefolgt.
Kinder interessieren sich früh für „ihre Welt“ und haben Lust am Forschen und Experimentieren. Genau diese angeborene Neugierde gilt es zu erhalten und zu fördern. Bereits der Name der Heilbronner Ausstellung „Experimenta“ verspricht, sich genau diesem Bildungsziel verschrieben zu haben. Also nichts wie hin!, dachten wir uns.
Am 21. November 2022 war es dann endlich so weit: Die Südschule Neureut startete mit drei Bussen Richtung Heilbronn, denn dort warteten insgesamt 275 Mitmachstationen darauf, erkundet zu werden. Nach ca. 1,5 Stunden Fahrt kamen wir voller Tatendrang in der Ausstellung an. Dort wurden wir zunächst von einer Mitarbeiterin der Experimenta in Empfang genommen und über alles Wesentliche aufgeklärt. Unsere Taschen und Mäntel durften wir in einem großen Metallkäfig verschließen. Außerdem erhielten wir ein Ticket-Armband, in welchem ein „digitaler Rucksack“ enthalten war. Jeder hatte damit die Möglichkeit, Bilder, Musik oder auch Filme, die in der Ausstellung entstanden sind, abzuspeichern und am Ende auszudrucken oder mit nach Hause zu nehmen. Nun stand der Erkundungstour nichts mehr im Wege!
Die Grundschüler stellten sich den Herausforderungen der vier Themenwelten: „StoffWechsel“, „KopfSachen“, „WeltBlick“ und „ForscherLand“. Unter anderem beschäftigten sich die kleinen Forscherinnen und Forscher mit folgenden Fragen: Wie fällt ein Wassertropfen? Welchen Einfluss haben Sprache und Bewegung auf unsere Sinne? Wie klug ist künstliche Intelligenz? Und fällt ein Butterbrot eigentlich immer auf die belegte Seite?
Als sich um 15 Uhr die Heimfahrt ankündigte, fiel es den meisten Kindern schwer, sich von der spannenden Lernumgebung loszureißen. Alleine die Müdigkeit, die vielen Kindern wie ins Gesicht geschrieben war, überzeugte so manch einen dann aber doch, sich bereitwillig auf den Weg Richtung Bus zu machen. Immerhin hatten wir noch eine ca. 100 km lange Fahrt nach Hause zu meistern. Dass es in den Bussen dann etwas ruhiger zuging als bei der Hinfahrt, lag sicher daran, dass die Zeit für das eine oder andere Nickerchen genutzt wurde.
Ein großes DANKESCHÖN geht an die Stiftung Karin und Edmund Dunke, die uns diesen erlebnisreichen Tag durch eine großzügige finanzielle Unterstützung überhaupt erst ermöglicht hat! Mehr über die Stiftung Karin und Edmund Dunke erfahren Sie hier.
Wir danken auch allen Eltern, die sich diesen Tag für uns freigehalten und uns begleitet haben. Albert Einstein wäre stolz auf uns, denn wie sagte er einst? „Lernen ist Erfahrung. Alles andere ist einfach nur Information.“
Mitte November nahmen die Zweitklässler der Südschule Neureut am bundesweiten Handball-Grundschulaktionstag teil, der vom Deutschen Handballbund e.V. bzw. in unserem Fall auch vom Badischen Handballverband e.V. initiiert wurde.
Die Drachen und Waschbären marschierten morgens gemeinsam mit ihren Klassenlehrerinnen zur Sporthalle der TG Neureut. Dort wurden sie herzlich von den Verantwortlichen empfangen und kindgerecht über den Verlauf des sportlichen Vormittags informiert.
An verschiedenen Stationen konnten die Grundschüler ihre persönlichen Fähigkeiten austesten und nebenbei wichtige Punkte für den „Hanniball-Pass“, dem offiziellen Handball-Spielabzeichen des DHB, sammeln. Vor allem aber stand bei dieser Aktion neben dem Teamgeist eines im Vordergrund: Die Kinder sollten ganz viel Freude an Bewegung und am Handball entwickeln. Wir bedanken uns herzlich bei den Übungsleiterinnen und -leitern des TG Neureut für den kurzweiligen Vormittag. Ich bin mir sicher, dass der ein oder andere Drache oder Waschbär Lunte gerochen hat und demnächst das Schnuppertraining besuchen wird.
Seit diesem Schuljahr findet er endlich wieder statt – der projektorientierte Unterricht an unserer Südschule.
Pro Schuljahr kann jedes Kind an drei Projekten teilnehmen, die es selbst auswählen darf. Dafür ist das Schuljahr in drei Tertiale eingeteilt. Die Gruppen sind bunt gemischt aus jüngeren und älteren Kindern der Klassenstufen 2 bis 4. Freitags erleben die Kinder in einer Doppelstunde also einmal einen ganz anderen Unterricht. Aus vielen Bereichen kommen die sechs Angebote, bei denen es viel zu tun und zu erleben gibt: Da gibt es ein Upcycling-Projekt, bei dem tolle Gegenstände z.B. aus Stoffresten oder Verpackungsmaterial hergestellt werden. Oder ein Theater-Projekt, in dem die Kinder u.a. ein kleines Stück einstudieren. Im Projekt „Holz“ wird gesägt, gefeilt und gebastelt. In einem weiteren Projekt kann der Laptopführerschein gemacht werden. Außerdem gibt es ein musikalisches Projekt namens „Rhythm & Groove“ und ein Küchenprojekt mit dem Namen „Ich kann kochen“.
Auch in diesem Jahr folgte die Südschule dem Aufruf des Landes Baden-Württemberg und organisierte den „Frederick-Tag“. Im Jahre 1997 wurde dieses literarische Projekt zum ersten Mal initiiert und zwar mit dem Ziel, bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Lust am Lesen und damit deren Lesekompetenz zu steigern.
Kurz vor den Herbstferien war es dann so weit: Der Frederick-Tag stand auf dem Plan! Die Südschüler hatten wenige Tage zuvor die Möglichkeit, sich für eines der zahlreichen Leseprojekte zu entscheiden, die von den Lehrerinnen und Lehrern der Südschule angeboten wurden. In den gemischten Gruppen wurde dann emsig vorgelesen und an der Thematik des Buches gearbeitet.
Mit den unterschiedlichsten Schätzen in der Hand strömten die Kinder danach zurück in ihre Klassenzimmer. Bunte Basteleien, Ausmalbilder, Quiz-Preise und vieles mehr zählten zur stolzen Ausbeute des diesjährigen landesweiten Vorlesetages. Als ich meine Waschbären nach der Aktion um ein kurzes Stimmungsbild bat, streckten sie kerzengerade ihre Daumen in die Höhe! Da sag ich nur: „Mission Lesefreude erfüllt!“
Wenn in einer Woche der Elternbeirat tagt und in der nächsten Woche ein Kürbisfest für eine ganze Schule stattfindet, dann kann das nur in unserer Südschule sein! Herzlichen Dank unserer engagierten Elternschaft, die einmal mehr gezeigt hat, wie wichtig und gewinnbringend die Zusammenarbeit von Eltern, Kindern und Kollegium einer Schule ist.
Bereits am nächsten Tag war der Förderverein mit im Boot und finanzierte etwa 40 Kürbisse, die nur darauf warteten, von unseren Südschulkindern zum Gruseln gebracht zu werden.
In unserer gut ausgestatteten Schulküche durften zunächst die Erstklasskinder unter Anleitung einiger Eltern Kürbisse aushöhlen. Turbulent wurde es, als gleichzeitig die zweiten Klassen die übrigen Kürbisse aushöhlten und dabei den dritten Klassen beim Schnitzen der ersten Gruselgesichter über die Schultern blicken konnten. In dieser Zeit bauten die Viertklasskinder für unsere ganze Schule Tische und Bänke im Schulhof auf und mehrere Eltern bereiteten zuhause Kürbissuppe vor. Aber natürlich durften auch die Viertklasskinder noch Gesichter in die ausgehöhlten Kürbisse schnitzen.
Nun zieren zahlreiche, eifrig und begeistert geschnitzte, gruselige Kürbisse unseren Schulhof und boten auch für die leckere gemeinsame Kürbissuppen-Mahlzeit genau das richtige Ambiente.
Nochmals herzlichen Dank allen Beteiligten für diesen wunderschönen Kürbistag. Das war wieder ein herrlicher Südschul-Tag!
Was sind Spuren? Sind das nur Pfotenabdrücke im Matsch? Und wie findet man sie, wenn es gar nicht geregnet hat?
In der vierten Schulwoche machten sich die neuen Erstklässler der Eulenklasse auf den Weg in den Schlossgarten. Sie hatten eine Verabredung mit Frau Ratzel, die sich mit ihnen auf Spurensuche begeben wollte.
Und direkt am Schlossgebäude an der Wand über dem Eingang, nicht etwa in einer Pfütze auf dem Boden, war bereits die erste Spur: Lehmwespen hatten sich hier eine Wohnung gebaut. Die Wespen waren schon lange ausgezogen, aber die kleine Wohnung war geblieben. Wir wären fast daran vorbeigegangen.
Vor uns auf dem gefliesten Boden lagen bereits die nächsten Spuren: jede Menge Nussschalen. Die cleveren Krähen hatten Nüsse mit ihren spitzen Schnäbeln von weit oben auf den Steinboden fallen lassen, damit diese kaputt gingen und sie sie endlich fressen konnten.
Innerhalb kürzester Zeit fanden die kleinen Eulen noch viel mehr solcher Spuren. Und es war ganz offensichtlich: Hier überall waren Tiere am Werk. Im botanischen Garten hatte zum Beispiel der Seerosenblattkäfer und vor allem seine Larve ihr Unwesen getrieben und geschlängelte Fraßgänge im Seerosenblatt hinterlassen. Und beim genauen Hinsehen fanden wir sogar die millimetergroßen Übeltäter. Spuren über Spuren.
Wir frühstückten im botanischen Garten und tobten über den kleinen Spielplatz. Wir sammelten bunte Blätter, Kastanien und Eicheln. Und wir lernten, warum so viele Eicheln ein kleines kreisrundes Loch hatten. Die Larven der Eichelbohrer, ein lustiges Tierchen mit Rüssel, wuchsen in diesen Eicheln heran. Wurde es ihnen zu eng, kamen sie heraus. Und wir lernten Knoppern kennen: Dunkelbraune, höckerige Gebilde, die durch einen Stich der Gallwespe an den Früchten der Stieleiche entstanden. Wir waren uns einig: Uns erinnerte es eher an Schokocrossies. Und sofort wanderte der neue Fund zu den anderen Schätzen in den Rucksack. Heute hatten wir tatsächlich viel gelernt. Spuren gibt es in Hülle und Fülle. Nicht nur bei Regen. 😉
Im Rahmen des Deutschunterrichts, der es unter anderem zum Ziel hat, die Lesekompetenz und die Lesemotivation der Kinder zu fördern, besuchten die Zweitklässler der Südschule die Stadtteilbibliothek Neureut.
Frau Kleiber, die Leiterin der Bücherei, nahm uns herzlich in Empfang und lotste die Kinder zunächst in den hinteren Bereich der Bibliothek. Sie hatte in den Bücherregalen zuvor einige Schätze versteckt, welche die Kinder dann suchten und in eine Schatzkiste legten. Anhand der gefundenen Kostbarkeiten wie z.B. Sachbücher, Kinderbücher, Spiele, CDs usw. wurde das vielfältige Medienangebot der Bibliothek erarbeitet. Jedes Kind durfte mit einem Piratenhut ausgestattet einen Schatz aus der Truhe herausziehen und diesen vorstellen.
Natürlich waren die jungen Besucher dadurch neugierig geworden, so dass die freie Lese- und Spielzeit gerade recht kam. Einige Kinder nahmen sich sogleich ein Buch und nutzten die Zeit zum Schmökern, andere wiederum entschieden sich gemeinsam für ein Spiel – für jeden war etwas dabei.
Aber was wäre ein Büchereibesuch ohne eine richtige Vorlesezeit? Natürlich hatte Frau Kleiber auch das eingeplant und las uns gegen Ende unseres Besuches aus dem Kinderbuch „Die Olchis sind da“ vor. Außer Frau Kleibers Stimme hörte man keinen Mucks, denn die Bibliothek gehörte uns an diesem Morgen ganz alleine.
Gegen 11 Uhr wurde es Zeit, den Heimweg anzutreten. Einigen fiel es sichtbar schwer, sich von ihren Bibliotheksschätzen zu trennen. Doch diejenigen, die bereits einen Büchereiausweis dabeihatten, konnten sich bei dieser Gelegenheit gleich etwas ausleihen. Wir bedanken uns herzlich bei Frau Kleiber, die uns den Morgen über betreut und in das Wesen der Bibliothek eingeführt hat. Ich bin mir sicher, dass sich einige Drachen und Waschbären in den nächsten Tagen mit ihren Eltern auf den Weg zur Bücherei machen werden, um einen neuen „Schatz“ mit nach Hause zu nehmen.
Seit 2019 gibt es an unserer Südschule eine fischertechnik AG. Die Firma inovex hat unsere AG mit fischertechnik-Kästen ausgestattet und die AG wird ehrenamtlich von einem Vater geleitet. Bisher hatte er Unterstützung von einer Mutter. Diese Familie ist leider aus Neureut weggezogen. Offensichtlich hat sich herumgesprochen, wie viel Spaß unsere fischertechnik AG macht, was dazu geführt hat, dass sich von unseren 132 Südschulkindern 33 dafür angemeldet haben. Wir freuen uns riesig darüber, dass wir die Möglichkeit haben, so viele Kinder auf diesem Weg für Technik zu begeistern!
Eine Person alleine kann diese Aufgabe jedoch unmöglich stemmen. Daher suchen wir ein oder zwei Personen, die sich vorstellen könnten, eine fischertechnik AG an unserer Südschule ehrenamtlich zu leiten oder zu unterstützen. Wenn Sie Interesse daran haben oder sich zunächst erkundigen möchten, freuen wir uns über Ihren Anruf unter 706628 oder eine E-Mail an a.huber@suedschule-neureut.de .