#IchStehAuf

Um das Demokratiebewusstsein unserer Südschulkinder zu stärken, beteiligten wir uns am 6. Juni an einem Aktionstag, der von der Robert Bosch Stiftung (Projekte wie u.a. der Deutsche Schulpreis) und der Heidehof Stiftung in Kooperation mit der ARD und der ZEIT Verlagsgruppeunter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten ausgerufen wurde.Unter dem Motto #IchStehAuf – Schulen für Demokratie und Vielfalt konnten sich Schulen am 6. Juni 2024 mit kleineren und größeren Aktionen daran beteiligen.

Wir hatten uns dafür entschieden, „für Demokratie und Freiheit zu laufen.“ Dafür trugen unsere Südschulkinder für unseren wöchentlich stattfindenden Lauftreff Oberteile in möglichst bunten und leuchtenden Farben.

Nach jeweils ein bis drei gelaufenen Runden durften die Kinder ein buntes Motiv auf ein Banner malen, auf welchem „Wir sind bunt“ steht. Anschließend machten wir ein Foto, auf dem die Kinder auf dem Niederseil-Parcours standen. Einige Kinder hielten das fertige Banner, das nun im Eingangsbereich unserer Südschule bewundert werden kann.

Bereits im Vorfeld konnten die Kinder im Unterricht eine Vorstellung davon gewinnen, wie wichtig Demokratie und Vielfalt für uns alle sind. Im Chor und Musikunterricht wurde das Lied „Ich darf das“ von den Honigkuchenpferden gesungen, im Sachunterricht und im Fach Deutsch über die Kinderrechte und das Grundgesetz gesprochen und in Kunst und Werken durften die Südschulkinder die bunte Vielfalt künstlerisch gestalten.

„Insektenwelten“

Mit allerlei Krabbelfreunden im Gepäck besuchte uns Frau Dipl. Ing. Margarete Ratzel Mitte Mai, um uns in die Welt der Insekten einzuführen.

Schon Tage zuvor fragten sich die 19 Wölfe der Südschule Neureut, was sie an diesem Tag wohl erwarten wird. Welche Tiere hat Frau Ratzel wohl dabei? Wie groß sind sie und sind sie gefährlich? Aber Frau Ratzel hatte mich schon in der Vorbereitung des Besuches darüber aufgeklärt, dass sie vorwiegend Vegetarier und ausschließlich ungefährliche Tiere mitbringen würde. Auch seien keine Spinnen dabei, denn – das haben wir jetzt alle gelernt – Spinnen sind keine Insekten!

Und so kam Frau Ratzel mit Maden, Tönnchenpuppen der Fliege, Mehlkäfer in verschiedenen Entwicklungsstadien, Larven des Großen Schwarzkäfers, der Philippinischen und Australischen Gespenstschrecke, dem Wandelnden Blatt, der Wandelnden Bohne, der Blauen Annam-Stabschrecke und der Madagaskar-Riesenfauchschabe in unser Klassenzimmer.

Nachdem Frau Ratzel uns mit allerlei Theorie bezüglich Insekten versorgt hatte, ging es dann auch schon in die Praxis. Jeder Erstklässler, der sein O.K. dafür gab, bekam eine Made auf die Hand gelegt. Diese wurde von allen Seiten betrachtet und beobachtet. Dann steigerten wir uns allmählich in der Körpergröße. Natürlich war nicht jedes Kind gleich offen für solches Getier, aber erstaunlicherweise ließen sich die Wölfchen von ihren Klassenkameraden anstecken und trauten sich nach einer kurzen Beobachtungsphase dann doch, auch einmal eine Stabschrecke oder Riesenfauchschabe auf ihrer Hand krabbeln zu lassen oder diese wenigstens zu berühren. Ein „Nein Danke!“ war ohnehin jederzeit erlaubt, denn nicht nur der Kontakt mit den Krabbeltierchen erforderte Mut, sondern auch dazu zu stehen, dass man das Insekt erst einmal nur ansehen möchte. Das absolute Highlight durfte am Ende dann lediglich betrachtet werden: Frau Ratzel ließ eine ca. 30 cm lange Wandelnde Bohne auf ihrem Arm entlang krabbeln. Der Anblick dieses wunderschönen und zugleich außergewöhnlichen Insekts entlockte den Kindern ein synchrones „Ooohhhhhh!“

Ich bin mir sicher, dass meine Schüler einiges an neuem Wissen mit nach Hause genommen haben. Wichtig war mir aber auch, den Kindern die Schönheit der Natur und die Achtung vor Wesen zu vermitteln, die sich die Erde mit uns teilen. Dass dies gelungen ist, sah man bereits an der Art und Weise, wie die Wölfe mit den ungewöhnlichen Besuchern umgegangen sind, nämlich mit Feingefühl, Vorsicht und Wertschätzung. Mein herzliches DANKESCHÖN geht an Frau Ratzel und die Stadt Karlsruhe, die uns diesen wertvollen Umweltunterricht ermöglicht haben! Seither gab es bestimmt das eine oder andere Kind mehr, das eine herumschwirrende Fliege im Haus oder ein kleines Käferlein vorsichtig nach draußen gesetzt hat, anstatt es zu erschlagen. Mission erfüllt!

Frühlingspicknick bei strahlendem Sonnenschein

Unser inzwischen traditionelles Frühlingspicknick sollte natürlich bei frühlingshaftem Wetter stattfinden. Wenn der vorgesehene Termin jedoch Regen erwarten lässt, erfordert es engagierte und flexible Eltern. Und die haben wir zum Glück an unserer Südschule! Herzlichsten Dank allen Eltern, die es für unsere Südschule eingerichtet haben, einfach spontan das Frühlingspicknick einen Tag vorzuverlegen und uns mit leckeren Waffeln zu verwöhnen!

Bei strahlendem Sonnenschein und tiefblauem Himmel schmeckten auch die von den Kindern mitgebrachten gesunden Lebensmittel ganz besonders gut. Die Vesperdosen waren gefüllt mit Erdbeeren, Tomaten, Paprika, Äpfeln, Karotten, Gurken, liebevoll belegten Broten und anderen gesunden und schmackhaften Nahrungsmitteln.

Die Kinder hatten großen Spaß daran, gemeinsam mit allen Klassen auf dem Pausenhof Picknickdecken auszubreiten, gemütlich zusammen zu essen und anschließend noch zu spielen. Und uns Erwachsenen ging beim Anblick der glücklichen Gesichter einmal mehr das Herz auf!

Neureut hautnah: Eine aufregende Zeitreise durch unsere Heimat

Als wir, die Klassenlehrerinnen der vierten Klassen der Südschule Neureut, uns dem Thema „Mein Heimatort – der Ort, an dem ich lebe“, im Sachunterricht widmen wollten, standen wir vor einer Herausforderung. Wie könnten wir den geschichtlichen Teil so vermitteln, dass er spannend und anschaulich ist? Unsere Rettung kam in Form einer ehemaligen Lehrerin unserer Schule, Frau Heck.

Frau Heck führte uns auf einem fesselnden Lerngang durch Neureut. Dabei tauchten wir tief in die Geschichte ein und erfuhren vieles über die Waldenser, Donauschwaben, Hugenotten und den Teutschneureuter. Durch ihre lebendigen Erzählungen lernten wir nicht nur, wer sie waren, sondern auch, wo die Grenze zwischen Welschneureut und Teutschneureut verlief. Und natürlich kam auch der legendäre Spundenfresser nicht zu kurz, der als wohlgenährter Knabe mitten im Spundenfresser-Brunnen vor dem Rathaus thront.

Als krönender Abschluss unserer Neureut-Tour stand der Besuch im Heimathaus an, wo Frau Heck uns teilweise auch als Zeitzeugin durch das Museumshaus führte. Dort erfuhren wir noch mehr Wissenswertes und waren restlos begeistert von den Geschichten.

Nachdem wir so viel über den Spundenfresser gelernt hatten, brennen wir nun darauf, in der Schule das Rezept auszuprobieren, das uns Frau Heck verraten hat. Ein herzliches Dankeschön geht an Frau Heck, die uns mit ihrer Begeisterung und ihrem Wissen so viel über Neureut und seine Geschichte vermittelt hat. Sie hat diesen Ausflug zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht.

Energiekiste für die Südschule

Seit einigen Wochen können die Südschule Neureut und die evangelische Kindertagesstätte Oberfeld gemeinsam eine neue Energiekiste ihr Eigen nennen. Mit dieser kann das Projekt „Energiewissen erforschen und entdecken“ durchgeführt werden, das von der gemeinnützigen und unabhängigen VRD Stiftung für Erneuerbare Energien in Kooperation mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg entwickelt wurde. An fünf Stationen können die Kinder Versuche zu unterschiedlichen Energien durchführen: Sonnenwärme, Sonnenstrom, Windkraft, Wasserkraft und Energiesparen. Verschiedenen Forscheraufträgen kann hierbei auf die Spur gegangen werden, so gehört zum Thema „Sonnenstrom“ unter anderem dazu, einen Stromkreis zu bauen. Lilly, die Rennmaus, begleitet die Kinder bei dem Energieprojekt. In einem liebevoll und kindgerecht gestalteten Bilderbuch stellt sie ihr Zauberhaus vor, welches selbstverständlich mit erneuerbaren Energien betrieben wird.

Probeweise durften zunächst einmal die Viertklässler der Südschule diese Energiebox erproben. Langfristig ist geplant, die Energiekiste in den projektorientierten Unterricht mit einzubauen und ein Energieprojekt für die Kinder anzubieten, damit sie ihr Wissen über erneuerbare Energien ausbauen und Ihre Zukunft energiefreundlich gestalten können. Daran sollen auch die Vorschulkinder der Kita Oberfeld teilnehmen dürfen und in Kooperation mit den Grundschülern die Energien entdecken und erforschen.

Erfahrungen der Viertklässlerinnen und Viertklässler:


Aufregende Entdeckungen und lehrreiche Erfahrungen standen im Mittelpunkt, als die vierten Klassen sich im Sachunterricht intensiv mit dem Thema Strom beschäftigten. Als perfekte Fortführung dieses Interesses bot sich das Kooperationsprojekt „Energiewissen erforschen und entdecken“ ideal an.

Die Schülerinnen und Schüler hatten die Gelegenheit, an verschiedenen Stationen einen regelrechten Energieparcours zu absolvieren. Dabei konnten sie nicht nur theoretisches Wissen über Solarenergie, Windkraft und Wasserkraft vertiefen, sondern auch praktische Erfahrungen sammeln. Die Ziele des Projekts, nämlich die Zukunft aktiv mitzugestalten, wurden vielfältig erreicht.

Die Schülerinnen und Schüler erlebten nicht nur die spannende Welt der erneuerbaren Energien hautnah, sondern konnten auch ein tieferes Verständnis für ihre Bedeutung und ihre Potenziale entwickeln. Es war ein Morgen voller Lernen, Entdeckungen und vor allem Spaß!

Wenn Drachen und Waschbären auf Reisen gehen

Eigentlich ist das Thema „Gesunde Ernährung“ an unserer Südschule fest verankert, doch für einen guten Zweck darf es auch einmal eine Ausnahme geben.  Diese heißt in unserem Falle: Unsere Drachen und Waschbären gehen auf eine kleine Reise, genauer gesagt vom 24. – 26.06.24 ins Landschulheim nach Pforzheim-Dillweißenstein. Bis Juni dauert es nicht mehr lange, die Planung läuft, die Aufregung steigt und da darf ein Kuchenverkauf natürlich nicht fehlen, um die Klassenkassen etwas aufzustocken.  

Das Angebot an leckeren Kuchen, Muffins und Herzhaftem war überwältigend, ebenso auch der Andrang der hungrigen Südschüler*innen. Nachdem die ersten Köstlichkeiten bereits in der ersten Pause fast alle verkauft waren, wurde noch einmal aufgefüllt und nach der zweiten großen Pause blieben schließlich nur noch Krümel übrig.

Wir danken allen Eltern, Großeltern und fleißigen Bäcker*innen, die uns mit all den Leckereien versorgt und diese Aktion überhaupt ermöglicht haben. Viele Grüße von den Drachen und Waschbären!

„Ein Werkzeugkoffer für alle Fälle“

Am 18. und 22.04.2024 bekamen die Drittklässler*innen der Südschule Neureut Besuch von zwei Polizistinnen, die ihnen in jeweils 6 Unterrichtsstunden „einen Werkzeugkoffer für alle Fälle“ mit auf den Weg gaben.

In diesem Werkzeugkoffer befanden sich verschiedene Werkzeuge, welche für Regeln und Tipps im Umgang mit sexuellen Missbraucher*innen stehen. 

Anhand von Fallbeispielen lernten die Kinder, wie sie sich in brenzligen Situationen verhalten sollen und wie sie am besten Hilfe finden können. Sehr einleuchtend war zum Beispiel die Regel für Geschenke, die man nur dann annehmen darf, wenn dafür keine Gegenleistung erwartet wird. Darüber hinaus erfuhren unsere doch sehr hilfsbereiten Südschüler*innen, dass sie nur dann helfen dürfen, wenn diese Hilfe vor Ort möglich ist. Lachend erklärte die Polizistin in dem Zusammenhang, dass diese Regel nicht für das Helfen zu Hause gilt. 😉

Anschließend durften die Kinder die besprochenen Verhaltensweisen in kleinen, nachgestellten Szenen selbst ausprobieren und üben. Am Ende der sechs Stunden hatten alle Kinder die 3-Daumen-Regel verinnerlicht und können diese auswendig aufsagen:

Habe ich ein gutes GEFÜHL oder ein schlechtes GEFÜHL?

Wissen Mama, Papa oder die Schule BESCHEID, wo ich bin?

Bekomme ich HILFE, wenn ich Hilfe brauche? 

Ist der Daumen einmal unten, lasse ich die Finger WEG! An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal herzlich bei den zwei Polizistinnen bedanken, die das Projekt sehr anschaulich und interessant gestaltet und durchgeführt haben. Außerdem danken wir Frau Wagner, unserer Schulsozialarbeiterin, die diese Aktion für uns an Land gezogen und stellvertretend für die Stadt Karlsruhe finanziert hat.

Code Kids zu Besuch bei den Südschul-Kids

Code Kids.net ist eine Karlsruher Initiative gegründet von Jasmin Trost und Miriam Rahbar, deren Vision es ist, bereits Kinder für das Programmieren zu begeistern und somit digitale Kompetenzen auch im Hinblick auf Ausbildung und Beruf zu fördern.  „Coden“ bedeutet übersetzt „Programmieren“, und genau das nahmen sich unsere Drittklässler der Südschule Neureut an zwei Tagen in je 2 Schulstunden vor. Ausgestattet mit Vorkenntnissen am Tablet aus dem Unterricht, war das Programmieren eines eigenen Spieles mit dem Programm Scratch jr. für viele eine völlig neue Herausforderung.

Die Aufgabe: Ein Hai muss Sterne unter Wasser schnappen, ohne von Oktopoden gefangen zu werden. Angeleitet von zwei sehr engagierten Studenten arbeiteten sich unsere Kids hochkonzentriert Schritt für Schritt zu ihrem ersten selbstprogrammierten Spielchen. Und dann hieß es endlich: Sterne sammeln. Höhepunkt war schließlich der Wettbewerb Klasse gegen Klassenlehrerin, der unerwartet nicht spannend, sondern lustig wurde, da Frau Hikmat in den ersten Spielen bereits umgehend einen Oktupus begrüßte, ohne einen einzigen Stern geschnappt zu haben. Nach diesem erfolgreichen Ausflug in die Welt der Programmierer haben unsere Drittklässler jetzt das Knowhow, auch zu Hause weiterhin lustige Spiele zu erfinden. Viel Spaß dabei!

Die Viertklässler werden Abfall-Profis

Am 10. April besuchte Frau Mutschler vom Team Sauberes Karlsruhe die vierten Klassen der Südschule. In ihrem einstündigen Workshop ging es abwechslungsreich und spannend um die wichtigen Themen Umweltschutz, Abfalltrennung, Abfallvermeidung und Recycling. Wie wird der Hausmüll richtig getrennt, was gehört in die vier Tonnen und was passiert danach? Was ist eine Abfallpyramide? Die Kinder konnten sowohl ihr Wissen einbringen als auch einiges dazulernen. Jetzt hat die Südschule einige Expert*innen, die genau wissen, wie das mit der Mülltrennung funktioniert!

PJU – projektorientierter, jahrgangsgemischter Unterricht an der Südschule Neureut

Die Osterferien beginnen und damit liegt das zweite Tertial des PJUs hinter uns. Angeboten wurde ein buntes Potpourri an Projekten: „Erste Hilfe“, „Auf der Suche nach dem kleinen Glück“, „fischertechnik“, „Das große Spectaculum – Kinder spielen Mittelalter“, „Erstes Programmieren“, „Mini-Musical“, „Faustlos“ und „Das kleine Wir in der Schule“.

Nach der großen Pause wurde es freitags immer recht turbulent auf dem Schulflur, denn die Schüler strömten mit ihren Materialien in die entsprechenden Klassenzimmer, in welchen sie dann auf jüngere und ältere Mitschüler trafen, die dasselbe Projekt ausgewählt hatten. In zwei Unterrichtsstunden wurde dann gebastelt, gespielt, gebaut, gesungen, diskutiert, gemalt, programmiert und vieles mehr.

Am letzten Schultag war es dann für die Teilnehmer zweier Projekte so weit: Sie präsentierten ihre Projektergebnisse. Die Projektgruppe „Erstes Programmieren“ zeigte stolz ihre Filme, welche sie mit der App „Scratch jr“ auf dem iPad erstellt hatte. Auch die Projektgruppe „Mini-Musical“ präsentierte ihr Stück „Siebenschläfer“, in welchem der junge Siebenschläfer Uglis Angst davor hat, das Ende des Winterschlafes zu verpassen, ständig aufwacht und die Ruhe seiner Familie stört. Als es dann endlich Zeit ist aufzuwachen, verschläft er natürlich. Das nächste Tertial beginnt Mitte April. Wir sind alle schon gespannt, welche Projekte dann angeboten werden!