Eichhörnchen, Igel, Marder & Co

Nach einer langen Zeit, in der wir wegen Covid19 keine außerschulischen Lernorte aufsuchen durften, verbrachten die 16 Murmeltiere samt ihrer Klassenlehrerin endlich einmal wieder einen Vormittag außerhalb des Schulhauses. Wir hatten das Glück, noch vor Beginn der Herbstferien einen Termin im Waldklassenzimmer zu ergattern. Dementsprechend groß war die Aufregung und Erwartungshaltung, als wir uns frühmorgens mit Frau Weber, unserer Waldpädagogin, am Rande des Hardtwaldes trafen.

Das übergeordnete Thema „Herbst“ vermittelte den kleinen Naturforschern, welche heimischen Bäume es bei uns gibt und wie sich das Eichhörnchen und der Igel über den kalten Winter retten. Einige Kinder hatten bereits etwas von den Begrifflichkeiten „Winterruhe“ und „Winterschlaf“ gehört und konnten eigenes Vorwissen einbringen, andere wiederum staunten darüber, wie die Tiere ihr Verhalten an die Bedingungen der kalten Jahreszeit angepasst hatten. Ganz am Rande wurde auch abgeklärt, dass der Marder, den Frau Weber als Stofftier mitgebracht hatte, kein Wolf war. 😉

Frau Weber hatte sich viele handlungsorientiere Spiele ausgedacht. So mussten die Schüler z.B. jeweils drei Nüsse im Wald verstecken und sie am Ende der Veranstaltung wiederfinden. Tatsächlich schaffte es nicht jedes Kind, sich an den genauen Ort der versteckten Nüsse zu erinnern und so kamen manche mit leeren Händen zurück. Auf diese Weise erkannten die Kinder, wie es den Eichhörnchen ergeht, wenn sie ihre versteckten Vorräte nicht wiederfinden und was dies für die Natur bedeutet. Zum einen dienen die nicht gefundenen Nüsse entweder als Nahrung für andere Tiere oder aber es wächst im Frühling ein neuer Nussbaum heran.

Auch andere Sachverhalte wurden den Grundschülern kindgerecht vermittelt. So erfuhren wir innerhalb eines Wettspiels z.B., dass der Marder der einzige ist, der es mit der Schnelligkeit und Wendigkeit eines Eichhörnchens aufnehmen kann. Im Kreis wurde ein Stofftier-Eichhörnchen von einem Kind zum anderen gereicht. Anschließend wurde ein Stofftier-Marder in die gleiche Richtung ausgeschickt, der das Eichhörnchen einholen sollte. Immer schneller wurden die Tiere an den Nachbarn weitergegeben und die Freude und das Geschrei der Kinder wurden immer größer, je mehr sich der Marder dem Eichhörnchen näherte. Alle waren mit Feuereifer bei der Sache. Und in unserem Fall hatte das Eichhörnchen sogar Glück: Es konnte dem Marder um Haaresbreite entkommen!

Auf dem Gelände des Waldklassenzimmers wurde dann erst einmal ausgiebig gevespert. Frische Luft mach bekanntlich hungrig! Dann waren die kleinen Abenteurer bereit für neue Taten. Sie erkundeten z.B. den Naturteich mittels eines „Teichkinos“, durchliefen den Niedrigseilparcours oder besuchten die Hühnerschar, die uns wohl als Störenfriede empfand und dies lautstark zum Ausdruck brachte.

Ich danke Frau Weber auch im Namen meiner 16 Murmeltiere für den kurzweiligen, wunderbaren Waldtag, der so viel Wissenswertes für uns bereithielt. Ich bin mir sicher, dass manch ein Murmeltier in Zukunft einen anderen Blick auf die behandelten Tierarten haben wird. Bleibt zu hoffen, dass sich solche intensiven Erlebnisse positiv auf den persönlichen Umgang mit der Natur auswirken. (NJ)

„Eis-Oma“

Unser Förderverein lud zur „Eis-Oma“ ein

Der Klang des Wortes „Eiswagen“ weckt in mir romantische Erinnerungen an meine Kindheit. Geht es Ihnen auch so? Der Eiswagen kam früher häufiger an die Baggerseen oder Bäder der Stadt und ließ Kinderaugen strahlen – so auch meine. Auch heute noch scheint dieser Begriff eine gewisse Faszination auszuüben, denn auch die Südschüler freuten sich schon seit Tagen auf dieses Ereignis am letzten Schultag vor den Sommerferien.

Der Förderverein der Südschule hatte die Spendierhosen an und so durfte sich jedes Kind zwei Kugeln Eis aussuchen. Damit nichts schief ging, fragte ich vorab jedes meiner Murmeltiere, welche Eissorte es wünscht und schrieb es auf. Und das war auch gut so. Denn manch ein Kind vergaß, als es an der Reihe war, vor lauter Aufregung, welche Geschmacksrichtung es sein soll.

Da derart schöne Ereignisse die letzten Monate leider auf der Strecke blieben, war die Freude umso größer. Doch auch hier mussten die Hygieneregeln eingehalten werden. Die Klassen durften sich nicht mischen und hielten zueinander den nötigen Abstand. Auch die beiden jungen Herren des Eiswagens trugen vorschriftsmäßig ihren Mund- und Nasenschutz.

Im Namen aller „Eisschlotzer“ sage ich unserem Förderverein herzlichen Dank für die überaus leckere Abkühlung. Der Besuch des Eiswagens war eine grandiose Idee und ließ uns etwas schneller in Ferienstimmung geraten.

Das Kollegium der Südschule wünscht Ihnen entspannte Sommerferien! Bleiben Sie gesund und munter! (NJ)

Danke! Gesichtsvisiere für unsere Lehrerinnen!

Seit Wochen warten wir auf den Moment, wenn unsere Schüler wieder in die Schule zurückkehren dürfen und das normale Schulleben beginnen kann. Nach einer langen Zeit der Ungewissheit erwarten wir in dieser Woche nun endlich unsere Viertklässler, die in kleinen Gruppen zumindest den Kernunterricht in Anspruch nehmen können. Nach den Pfingstferien werden auch die anderen Klassenstufen unterrichtet.

Voraussetzung für den Beginn des Unterrichts sind strikte Hygienemaßnahmen, die an den Schulen einzuhalten sind. Dies erfordert eine ganze Menge an Planung und Organisation, was oftmals wieder mit zusätzlichen Kosten verbunden ist.

Wie gerufen kam in dieser Situation die Unterstützung des Bürgervereins Knielingen e.V., der es sich zur sozialen Aufgabe gemacht hat, Mitarbeiter in sozialkritischen Berufen mit einem kostenlosen Gesichtsschutz-Visier auszustatten. Auch das Kollegium der Südschule Neureut durfte von diesem grandiosen Angebot profitieren und hat bereits Gesichtsschutz-Visiere erhalten. Die Lehrer, die derzeit den Unterricht als auch die Notbetreuung übernehmen, haben neben den gängigen Mund-Nasen-Bedeckungen nun eine weitere Möglichkeit, zum Schutze aller beizutragen.

Die von Herrn Dr. Christian Maurer initiierte Aktion #KnielingenHältZusammen unterstützt Institutionen und lokale, kleine und mittelständische Unternehmen mit aus 3D-Druckern hergestellten Gesichtsschildhaltern, welche von Firmen oder Privathaushalten der Region zur Verfügung gestellt werden. Sollten Sie von diesem Projekt genauso begeistert sein wie wir, dann steht es Ihnen frei, dem Bürgerverein Knielingen e.V. eine Spende zukommen zu lassen. Denn um weitere Halter zu drucken, ist der Verein auf Spenden für den Materialkauf angewiesen. (Spendenkonto des Bürgervereins Knielingen e.V., Volksbank Knielingen eG, IBAN 24 6619 0000 0010 0713 80, Verwendungszweck #KnielingenHältZusammen).

Herzlichen Dank Herrn Dr. Maurer für die Überlassung der Visiere, die uns den derzeit umständlicheren Berufsalltag auf jeden Fall erleichtern werden. Bleiben Sie alle gesund! (NJ)

Farben-Werkstatt

Mitte Januar besuchte uns Sarah Spieler, eine Atelier- und Werkstattpädagogin aus Freiburg. Für das Projekt „FARBEN-Werkstatt“ fanden sich die beiden ersten Klassen jeweils in unserem Werkraum ein, der wie geschaffen war für dieses kreative Vorhaben. Sarah ermunterte die kleinen Künstler auf die unterschiedlichste Art und Weise dazu, sich mit dem Thema „Farbe“ auseinanderzusetzen und vielfältige Techniken auszuprobieren. Die Mäuse und Murmeltiere malten z.B. mit verbundenen Augen zu musikalischen Stücken, gestalteten in Dreiergruppen mit Fingerabdrücken ein kleines Geschichtenbüchlein, sie lauschten dem Kinderbuch „Die Königin der Farben“ und probierten unterschiedliche Drucktechniken mit Alltagsgegenständen aus.
Das Highlight am Ende des Projektes war für alle aber das übergroße Klassen-Werk in Acrylfarbe, bei welchem die Kinder nochmals alle erlernten Techniken anwenden konnten. Am Ende eines jeden kreativen Tages stand das „Händeschrubben“ auf dem Plan, denn nach und nach sank die Hemmschwelle der Kinder, sich mit Farbe zu bekleckern. Alle waren mit Feuereifer bei der Sache! Wir danken Sarah Spieler für ihr Kommen und unseren Schulsozialarbeiterinnen Frau Bopp und Frau Feber, die uns die FARBEN-Werkstatt stellvertretend für die Stadt Karlsruhe finanziell ermöglich haben. Einmal aus dem gewohnten Schulalltag auszubrechen ist einfach immer spannend und bereichernd!

Bellas fabelhafte Reise

Für viele unserer Schüler war „Bellas fabelhafte Reise“ die erste Oper in ihrem Leben, die sie live erleben durften. Vorstellen konnten sich jedenfalls nur wenige Kinder, was auf sie zukommen würde. Das Einzige, das sie schon kannten, war der immer wiederkehrende Titelsong, da dieses Stück im Musikunterricht vorbereitet wurde. Vielleicht waren die Südschüler genau aus diesem Grund besonders neugierig auf dieses musikalische Ereignis.

Nach der großen Pause versammelten sich vergangenen Montag alle Klassen in der Sporthalle, bestaunten die bunten Kulissen und warteten gespannt auf die beiden Akteure der Kinderoper. Die ersten ungewohnten Töne der Opernfee zauberten manch einem ein Grinsen ins Gesicht, doch bald schon waren alle mittendrin im Geschehen, sangen mit oder spielten auf der Bühne und unterstützten Bella auf ihrer klangvollen Erlebnisreise.

Bella, eine glückliche Opernfee, ist ganz vernarrt in die Klänge des Orchesters. Am liebsten singt sie mit ihnen um die Wette. Als es zu einem Streit unter den Instrumenten kommt, verschwinden diese und die Opernsänger müssen fortan ohne musikalische Begleitung auskommen. Jeder kann sich vorstellen, wie langweilig das klingt und darum ist es nur verständlich, dass auch die Opernsänger bald schon keine Lust mehr haben, zu singen. Bella ist traurig und beschließt, dass es so nicht weitergehen kann. Sie versucht, die Instrumente wieder in die Opernwelt zurückzuholen, und begibt sich auf eine aufregende und zauberhafte Reise.

Bedanken möchten wir uns vor allem auch beim Förderverein der Südschule, der diesen „Augen- und Ohrenschmaus“ finanziell unterstützt hat. Bleibt zu hoffen, dass Bella auch den letzten Opernmuffel in ihre Welt entführen konnte! (NJ)

Tierischer Nachwuchs an der Südschule Neureut

Ein neues Schuljahr hat begonnen und bescherte der Südschule 16 junge Mäuse und 15 Murmeltiere. Um dieses Ereignis gebührend zu feiern, versammelten sich die Schulanfänger nach dem Gottesdienst in der Waldenserkirche zusammen mit ihren Familien und Freunden in der Turnhalle. Dort wurden sie schon sehnsüchtig von den Zweitklässlern und der Theatergruppe erwartet. Bereits in der Zeit vor den Sommerferien probten diese zwei Lieder und ein Theaterstück, um den i-Dötzchen zu zeigen: Wir freuen uns, dass ihr da seid und heißen euch in unserer Schulfamilie herzlich willkommen. Mit großen Augen verfolgten die Erstklässler die Vorführungen, die allesamt mit einem großen Applaus belohnt wurden. Und dann war er endlich da, der Moment, auf den sie alle gewartet haben: Frau Huber teilte den beiden Erstklasslehrerinnen ihre Kinder zu. Stolz wie Oskar, mit dem großen Schulranzen auf dem Rücken folgten die Mäuse und Murmeltiere ihren Lehrerinnen ins Klassenzimmer, um dort die erste Unterrichtsstunde zu erleben. Während dieser Zeit erhielten die Eltern der Schulanfänger von Frau Huber die wesentlichen Informationen für die ersten Schultage. Außerdem konnten sie das Elterncafé besuchen, das in der Verantwortung der beiden dritten Klassen lag. Am Ende der Schulstunde sagte ein Junge zu mir: „Also, das war jetzt richtig toll! Ich freu mich auf Montag!“ Na, so soll es sein! Auch wir freuen uns darauf, dass das Schuljahr nun mit unserem neuen tierischen Zuwachs beginnt.

Wir wünschen allen Erstklässlern und deren Eltern einen guten Start und viele Freude an der Südschule!

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?

In wenigen Tagen liegt ein ganzes Schuljahr hinter uns und damit auch ein ganzes Stück Arbeit. Wir ließen also die Bücher Bücher sein und machten uns Anfang Juli gemeinsam auf den Weg Richtung Oberwald. Da wir zusammen fast 130 Personen waren, gestaltete sich die Fahrt mit der Straßenbahn Richtung Rüppurr in Etappen.

Dort angekommen spazierten wir zunächst einmal etwa 30 Minuten zum Waldspielplatz „Affenplätzle“, auf dem die Kinder nach einer kleinen Stärkung frei spielen konnten. Die einen bauten mit langen Ästen und Stämmen Tipis, andere nutzten die aufgebauten Spielgeräte, wieder andere frönten dem Fußballspiel oder forschten im Dickicht nach Krabbeltierchen.

Wer aber bereits einmal im Oberwald war, der weiß, was ihn von anderen Wäldern in und um Karlsruhe herum unterscheidet: Hier wohnen in großen Freigehegen wetterbeständige Wildtiere der gemäßigten und kalten Zonen, also Europäi­sche Elche, Gämsen, Hirsch­zie­gen­an­ti­lo­pen, Marder­hunde, Trampel­tiere, Mesopo­ta­mi­sche Damhirsche, Asiati­sche E­sel, Persische Kropf­ga­zel­len, Przewalski-Pferde, Vietna­me­si­sche ­Si­ka­hir­sche, Waldkäuze und Wisente.

Natürlich hätten die Kinder die Tiere bei einem Spaziergang durch die mehrere tausend Quadratmeter großen Gehege betrachten können, doch was wäre am Ende an Wissen hängengeblieben? Das Ziel musste doch sein, dass die Schüler sich intensiver mit den Tieren und deren Herkunft und Lebensweise befassen sollten. Hierfür beantworteten sie in jahrgansgemischten Schülergruppen von etwa vier bis sechs Kindern tierspezifische Fragen. Orientierung und genaues Lesen der Informationstafeln waren hier gefordert. Die Großen halfen den Kleinen, die Kleinen den Großen – jeder konnte sich auf eine Art und Weise einbringen.

Nach und nach trudelten die einzelnen Gruppen mit ihrem ausgefüllten Fragebogen wieder am Waldspielplatz ein, um den durchs Forschen und Laufen aufgekommenen Hunger und Durst zu stillen. Im Anschluss an eine weitere Spielerunde sammelten wir uns klassenweise und traten gemeinsam den Heimweg an. Mit einigen gelaufenen Kilometern in den Beinchen war so manch ein junger Ausflügler froh darüber, endlich an der Südschule angekommen zu sein.

In den vergangenen Jahren nutzten wir als Ausflugsziel oftmals Bildungsstätten in Pirmasens oder Mannheim oder fuhren zum Fossilienklopfen nach Holzmaden. Am Ende dieses Ausfluges in den Oberwald war uns allen aber eines klar geworden: Wir müssen nicht zig Kilometer zurücklegen, um miteinander einen tollen, spannenden Tag zu verleben. Auch Karlsruhe bietet einige lohnenswerte Ziele für Jung und Alt an. Die Südschule hatte jedenfalls ein schönes Ziel für ihren Jahresausflug gewählt, darin waren wir uns alle einig.

Südschüler gedenken Karin und Edmund Dunke

In den Osterferien jährte sich der Todestag der Eheleute Dunke zum 30. Mal. Wie in jedem Jahr ist es den Kindern und Lehrern der Südschule Neureut ein großes Anliegen gewesen, das Grab der Eheleute zu besuchen, um sich an deren großes Vermächtnis an unsere Schule zu erinnern. Frau Sommer brachte bereits in den Ferien eine schöne Pflanzschale auf den Friedhof, um unsere Verbundenheit mit Edmund und Karin Dunke zu zeigen. Als die Schule wieder begann, suchte auch ich gemeinsam mit einer Gruppe von Kindern das Grab der beiden auf. Den meisten war bereits bekannt, was wir der Stiftung Edmund und Karin Dunke zu verdanken haben. Aus dieser Stiftung erhält die Südschule für die Schülerinnen und Schüler jährlich Erträge, mit denen die Stiftungszwecke realisiert werden. Für diese grandiose Unterstützung sind wir überaus dankbar und sagen vor allem im Namen unserer Kinder: DANKE Dunke! Gedankt werden soll hier auch Herrn Dr. Marcus Adams, der 27 Jahre lang Vorsitzender des Stiftungsrats war, bis er 2017 völlig unerwartet verstarb.

So schmeckt der Frühling!

Wie in jedem Jahr fand in der Südschule Neureut Mitte Mai das traditionelle Frühlingsfrühstück statt. Alle packten mit an: Die Kinder des 2. Schuljahres schmückten die Tische, die Schüler der 3. Klassen zeigten sich unter Anleitung von Herrn Schmidthäusler für den Auf- und Abbau verantwortlich, die Viertklässler sammelten die Mitbringsel der einzelnen Schüler ein und richteten ein schmackhaftes, buntes Buffet und wir Lehrer unterstützten unsere Schüler natürlich in ihrem Tun. Das Wetter meinte es an diesem Tag glücklicherweise auch gut mit uns, so dass wir alles ins Freie verlegen konnten.

Nachdem Frau Huber die hungrige Meute begrüßt und den Kindern noch einige wenige Regeln für diesen Morgen mit an die Hand gegeben hatte, eröffneten die Erstklässler den Run zum Buffet. Alle anderen mussten geduldig abwarten, bis die eigene Klasse an der Reihe war. Neugierig marschierten die Kinder mit dem Teller in der Hand los und kamen mit allerlei Leckerem wieder zurück an ihren Platz: Beerenfrüchte, Kresse, Käse, Wurst, Eier, Melone, Marmelade, Brot, Brötchen und vieles mehr. Dass es in Gesellschaft viel besser schmeckt, zeigten alleine schon die zahlreichen „Wiederholungstäter“, die den Weg zum Buffet mehrmals antraten.

Zufrieden und gestärkt ließen wir den Vormittag im Schulhof gemeinsam ausklingen und läuteten damit gewissermaßen das Wochenende ein. Im Namen des Kollegiums möchte ich mich bei allen Eltern bedanken, die etwas fürs Buffet gespendet haben. Unsere Kinder freuen sich schon auf das gemeinsame Frühstück im nächsten Jahr!

Die Luchse erobern die Neureuter Stadtteilbibliothek

Im Rahmen des Deutschunterrichts, der es unter anderem zum Ziel hat, die Lesemotivation und die Lesekompetenz der Kinder zu fördern, besuchten die Zweitklässler der Südschule die Stadtteilbibliothek Neureut.

Frau Kleiber nahm uns dort herzlich in Empfang, machte es sich mit der Klasse sogleich in der „Leseecke“ gemütlich und veranlasste die Kinder durch ein spannendes Quiz und Suchspiel, sich mit den unterschiedlichen Medien auseinanderzusetzen. Viele der Kinder waren bereits einmal in der Bücherei gewesen oder sind sogar Stammgast. Für andere wiederum war dies aber der erste Besuch einer Bibliothek. Umso größer waren da die Kinderaugen, als sie die vielen, vielen Bücher, CDs, DVDs, Spiele etc. sahen.

Zum Schluss las Frau Kleiber noch ein Kapitel aus „Ätze, das Piratenmonster“ vor. Da war die Freude groß, denn dieses hässlich sympathische Monster kannten die Kinder bereits aus der Vorlesezeit mit ihrer Klassenlehrerin. In der Bibliothek, die uns an diesem Morgen ganz alleine gehörte, hörte man währenddessen keinen Mucks. Alle hingen an den Lippen der Vorleserin. Bevor wir uns auf den Heimweg zur Südschule machten, hatten diejenigen, die bereits einen Büchereiausweis besaßen, die Möglichkeit, ein Buch auszuleihen und ihren Leseschatz mit nach Hause zu nehmen.

Wir bedanken uns herzlich bei Frau Kleiber, die meine Klasse kindgerecht in das Wesen der Bibliothek eingeführt hat, als auch bei Frau Nagel, die uns bei diesem wertvollen Lerngang begleitet hat. Ich bin mir sicher, dass sich der eine oder andere Luchs in den nächsten Tagen mit seinen Eltern auf den Weg zur Bücherei machen wird, um sich einen neuen Schmöker mit nach Hause zu nehmen.