Nachdem meine Bewerbung als „Permiereklasse“ für das Theaterstück „Räuber Hotzenplotz“geklappt hat, waren wir ganz gespannt darauf, was auf uns zukommt. Als Premiereklasse wird hier im Theater die Klasse bezeichnet, die bei den Proben dabei sein darf.
Schon die Bahnfahrt ins Insel-Theater war aufregend, da wir kontrolliert wurden. Auf dem Pausenhof der Gartenschule haben wir dann erst einmal gefrühstückt.
Der Theaterpädagoge Herr Grupe holte uns ab. Er erklärte den Kindern, wer an einer Theaterproduktion beteiligt ist. Im Theater saßen wir dann alle in der ersten Reihe.
Die Szenen wurden bis zu sechsmal wiederholt, nämlich so lange, bis die Bewegungen zur Musik passten. Die Schauspieler wurden dadurch immer besser und die Kinder freuten sich, als es dann geklappt hat.
Anschließend durften die kleinen Theaterkritiker noch sagen, was ihnen gut und was ihnen nicht so gut gefallen hat. Die Stunde im Insel-Theater hat uns so beeindruckt, dass wir uns das fertige Stück anschauen werden. Auch da sind wir wieder gespannt und freuen uns schon sehr darauf.
Im Winter hatte der Förderverein FORUM RECHT e.V. einen Malwettbewerb zum Thema „Grundrechte“ unter dem Motto „Ich und das Grundgesetz – das Grundgesetz von Kindern gestaltet“ ausgeschrieben.
Zusammen mit Frau Wagner, unserer Schulsozialarbeiterin, besprachen wir die Paragraphen, stimmten ab und entschieden uns für den Artikel 10 des Grundgesetzes: „Das Briefgeheimnissowie das Post- und Fernmeldegeheimnis sind unverletzlich“.
Aber wie setzt man das Briefgeheimnis bildhaft um? Das war die nächste Herausforderung. Die SchülerInnen konnten sich auch zu zweit zusammentun, und so haben es auch Anudari und Diana getan. Sie malten eine Szene beim Frisör, in der die Frisörin einen Brief mitliest und somit das Briefgeheimnis nicht wahrt. Auf das Originalbild haben die beiden Mädchen auch einige wenige ihrer eigenen Haare aufgeklebt. Die gesamte Klasse bekam für die Mitmach-Aktion einen Turnbeutel, ein Unikat, welches nur für diese Aktion erstellt wurde. Zudem erhielt die Klasse ein Buch, das aus den Gewinnerbildern aller Malwettbewerbsteilnehmer entstand. Unsere beiden Gewinnerinnen bekamen von Frau Dr. Schlegel vom Förderverein FORUM RECHT e.V. einen Gutschein im Wert von 30 Euro überreicht.
Monate zuvor waren wir schon angemeldet und am Dienstag wurde es dann endlich wahr. Wir fuhren zum „Kinder-Labor“ an die PH (Pädagogische Hochschule).
Doch bevor es losging, hatten die Kinder erst einmal Frühstückshunger, also saßen wir im Freien und genossen unser Essen. Dann holte uns Dr. Schmitz, derzeitig am GDCh-Chemielehrerfortbildungszentrum Karlsruhe (LFZ) tätig, persönlich ab.
Nach einer Einführung bekam jedes Kind einen weißen Kittel und eine Schutzbrille. Das war schon sehr beeindruckend und die Kinder waren sehr gespannt. Mithilfe von 9 StudentInnen wurden die 3 eingeteilten Gruppen betreut. Folgende Themen wurden erforscht: Wasser, Luft und Energie.
Jede Station dauerte ca. 25 Minuten. Die Kinder durften zahlreiche Experimente selbst durchführen, um dann z.B. die Oberflächenspannung zu begreifen, oder zu verstehen, was der Unterschied zwischen einer Reihen- und einer Parallelschaltung ist oder wie man Luft sichtbar machen kann uvm.
Der Abschluss fand im Hof statt, auf dem erst einmal Magnesium mit Wasser eindrucksvoll zum Leuchten gebracht wurde. Danach wurden mit Wasserstoff gefüllte Luftballons durch Anzünden mit lautem Knall zum Platzen gebracht.
Voller Stolz mit der Urkunde zum “Kiwi” (Kinderwissenschaftler) und einem Ordner, gefüllt mit den Experimenten, verließen die Kinder die PH.
Als ich der Klasse 3b im März vorschlug, ein Auto aus Pappe zu entwerfen und zu bauen, dachte ich dabei an ein Modellauto der Größe von Schuhkartons und Chipsröhren.
Die Vorschläge, die von den zwei gebildeten Arbeitsgruppen kamen, waren überraschend. Ein Auto, in dem man sitzen und mit dem man fahren kann, sollte es sein. Mit Feuereifer machten sich die Teams an die Arbeit. Als Fahrwerk diente bei beiden Autos ein Transportbrett mit Rollen, an dem ein Seil als „Motor“ befestigt wurde. Die Gestaltung des Aufbaus allerdings konnte unterschiedlicher kaum sein. Während das eine Auto aus einem großen Umzugskarton mit Heckspoiler, Frontscheibe, Mercedes-Stern und schwarz „lackiert“ daherkam, zeigte sich das andere aus einem Bananenkarton in Regenbogenfarben und selbst entworfenem Logo.
Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Sogar der Schuhkarton als Kofferraum und Pappröhren als Halterung z.B. für das Lenkrad kamen zum Einsatz. Beide Autos verfügten über ein selbst gestaltetes Navigationsdisplay, Außenspiegel, Nummernschilder, einen Kofferraum und ein Lenkrad.
Mit Bastelmaterialien wie Kleber, Klebeband, Pappe und Wasserfarben sind zwei Entwürfe entstanden, deren Funktion getestet und für gut befunden wurde. Abschließend fertigten die SchülerInnen eine Skizze an, in der alle Teile aufgeführt und die Aufbauten dargestellt wurden.
Sowohl die Planung als auch die Zusammenarbeit waren echte Herausforderungen, die beide Arbeitsgruppen gut erlernt und gemeistert haben. (A.T.-H.)
Fast alle Kinder der 3. Klassen trafen sich gegen 18 Uhr zu einem Laternenumzug. Luftballons und Transparentpapier waren die Basis zu bunten Laternen, die auch noch durch gepresste Blätter ergänzt wurden. Stolz trugen dann die Kinder ihre selbstgebastelten Laternen zur Schau, wo sie dann auch richtig zur Geltung kamen als wir das Wohngebiet verließen. Im Dunklen waren alle Laternen ein tolles Lichtermeer. Auf dem Vorplatz der DLRG wurden fröhlich die Laternenlieder geträllert und spontan eine Laternenchoreografie entworfen. Welch ein Spaß! Und die Gemeinschaftsenergie wurde deutlich sichtbar.
Nach ca. 1 Stunde waren wir zurück mit glücklichen Kinder und stolzen Eltern.
Lange wurden sie von den „Murmeltieren“ und den „Mäusen“ der 2. Klassen erwartet: Die Raupen des Distelfalters. Frisch an einem Donnerstag eingetroffen, wurden die 12 Raupen begutachtet, vermessen und genauestens von allen Seiten beäugt. Sie verblieben in ihrer Aufzuchtbox, die genug Nahrung beinhaltete. Ein erstauntes „Ui, die sind aber dick geworden“ ging dann am Montag durch die beiden Klassen: Die Raupen hatten ordentlich an Umfang und Größe zugenommen. Man konnte ihnen quasi beim Wachsen zusehen. Genau eine Woche nach dem Einzug ins Klassenzimmer verpuppten sich alle Raupen am Deckel der Box, nachdem sie sich ein letztes Mal gehäutet hatten. Nun erfolgte der Umzug in eine Voliere. Jetzt hieß es abwarten. Am 12. Tag war es soweit: Die ersten Distelfalter schlüpften! Die Kinder konnten sogar während des Unterrichtes beim Schlüpfen zusehen. Etwas zerknautscht ruhten sich die Schmetterlinge aus, bevor sie uns ihre wunderschönen Flügel präsentierten. Zwei Wochen nach ihrer Ankunft ließen die Zweitklässler ihre Gäste unter „Aahs“ und „Oohs“ im Schulhof frei. Guten Flug – und hoffentlich viele Wildblumen zum Trinken!
Wir, die Schülerinnen und Schüler dreier Klassen der Hardtwaldschule (SBBZ mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung, Neureut), fanden dankenswerter Weise einen neuen Lern- und Wirkungsort an der Südschule Neureut.
Wir stellten uns der Herausforderung, den verwilderten und zuletzt nicht mehr genutzten Schulgarten der Südschule neu zu gestalten.
Mit Tatkraft und Schaffenswillen wurden im vergangenen Herbst 2020 die vorhandenen Hochbeete von Unkraut und Gestrüpp befreit, neu aufgebaut, mit Farbe verschönert und neu angelegt.
Eine Grasfläche wurde umgegraben und neu eingesät.
Im Frühjahr 2021 konnte es dann endlich losgehen, mit dem Planen – dem Vorbereiten der Erde – dem Säen und dem Pflanzen.
Wir konnten uns kaum bremsen und wurden auch schon bald mit den ersten Radieschen belohnt.
Schülerinnen und Schüler sowie Kolleginnen und Kollegen der Südschule wurden von unserem Eifer angesteckt und es entstand ein „kooperatives Kartoffelbeet“ mit der Klasse 3.
Die Südschülerinnen und –schüler freuen sich mit ihren Lehrerinnen und uns täglich über das üppige Pflanzenwachstum der Salat- und Gemüsepflanzen und bald auch über die Ernte.
Wo können die verschwundenen Kinderbücher aus der Bibliothek bloß hingekommen sein und wer hat sie stibitzt? Gut, dass sich 16 kleine Detektivinnen und Detektive zwischen Neureut und dem mysteriösen Turmberg auf die Suche begeben haben – während der Ferien!
Homeschooling, Kontaktbeschränkungen und Urlaub vor der Haustür, auch die Kleinsten mussten sich lange gedulden, ehe die Corona-Pandemie eine Rückkehr in die gewohnte Normalität für Schulkinder erlaubte. Umso größer war die Vorfreude auf die allererste Lenitas-Ferienfreizeit an der Süd-schule Neureut und die „spannende Welt der Detektive“.
Das „Team Ferienfreizeit“ fand in Neureut ein weitläufiges Außengelände mit jeder Menge Spiel- und Sportmöglichkeiten sowie großartige Räumlich-keiten für ausgiebige Detektivarbeit vor und somit perfekte Bedingungen für eine Woche voller Spaß! Mit spannenden Kennenlernspielen sowie teilwei-se durch die Kinder selbst aufgestellten Regeln ging es los, in die span-nende Welt der Detektive: Agentenausweise basteln, Geheimbotschaften lösen und auf Schatzsuche gehen waren nur der Anfang. Auch der Umgang mit Lupe, Kompass und Fingerabdruck-Sets wurde erprobt, ehe ge-meinsam die leckeren Detektivmalzeiten vorbereitet und genossen wurden.
Neben zahlreichen Rätsel-, Spiel- und Bewegungsangeboten stand zudem eine Geheimreise zum mysteriösen Turmberg auf dem Plan. Hier vermute-ten die Kinder eine heiße Spur zu den „verlorenen Kinderbüchern“, doch oben angekommen warteten zunächst ein leckeres Picknick, die ein oder andere süße Belohnung sowie ein Besuch des Abenteuerspielplatzes auf die Kleinen. Die verschollenen Bücher konnten tatsächlich auch gefunden werden, ebenso wie viele neue Freundinnen und Freunde!
Nach insgesamt einer Woche in der spannenden Welt der Detektive gab es nicht nur viel zu erzählen, sondern natürlich auch einen eigenen Detektivausweis sowie eine Urkunde für jedes Kind – ein Riesenspaß für alle Beteiligten und eine willkommene Abwechslung für die ganze Familie.
Das Karlsruher Sozialunternehmen Lenitas gGmbH bietet Ferienbetreuung mit diversen Themenschwerpunkten an; meist in Kooperation mit dem Post Südstadt Karlsruhe e. V., der Europäischen Schule Karlsruhe, dem CVJM Karlsruhe e. V., dem Förderverein Grundschule Dorschberg e. V und der Südschule Neureut werden die Schulferien zum spannenden Spiel- und Lern-Spaß für Kinder.
Ziel der Ferienbetreuung ist es, gemeinsam mit den Kindern abwechs-lungsreiche Tage zu gestalten. Der Wochenplan umfasst eine feste und wiederkehrende Tagesstruktur, die eine ausgeglichene Mischung aus Spiel-, Kreativ- und Ruhephasen beinhaltet. Durch den guten Betreuungsschlüssel können Kreativ- und Aktivthemen angeboten werden. Des Weiteren wird auf die Wünsche der Kinder und Jugendlichen eingegangen, sie können frei entscheiden, an welchem Angebot sie teilnehmen möchten.
Das qualifizierte pädagogische Fachpersonal achtet auf das Wohlbefinden der Kinder und stärkt deren Selbstwertgefühl. Die Kinder erfahren Akzep-tanz und werden in ihr en persönlichkeits-, alters-, geschlechts- und kultur-spezifischen Besonderheiten respektiert. Jede Ferienwoche steht zudem unter einem bestimmten Motto. Kreative Angebote, sportliche Aktivitäten, oft auch Ausflüge und natürlich viel Spiel und Spaß bieten den Kindern eine interessante und abwechslungsreiche Zeit.
Im August werden an der Südschule Neureut wieder drei Lenitas-Ferienfreizeiten angeboten. Einen ersten Überblick über die Termine und Themen finden Sie hier.
Am
Montag, den 03. Februar 2020 war es soweit: Mit einem afrikanischen Lied wurden
Frau Dinges und Frau von Dosky vom Akkordeon Orchester Neureut begrüßt. Die
beiden Musikerinnen hatten etwas Besonderes mitgebracht: Eine Spende in Höhe
von 150 Euro, die beim Gemeinschaftskonzert am 15. Dezember zusammenkam und nun
an den Förderverein der Südschule für den Chor weitergegeben wurde. Für die
Verwendung des Geldes gibt es auch schon einen Plan: Es sollen Chor-Shirts
angeschafft werden!
Wir
bedanken uns noch einmal herzlich beim Akkordeon Orchester Neureut für das
gelungene Konzert und die überraschende Spende!